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Daten und Software für bessere Forschung

Deutschlands digitale Zukunft hängt maßgeblich von seiner Innovationsfähigkeit im Bereich der Forschung ab. Hochqualitative Forschungsdaten und leistungsfähige Forschungssoftware bilden die kritischen Infrastrukturen des digitalen Forschungsraums und bedürfen stärkerer politischer Unterstützung.

Langfristigen Betrieb von Forschungsdatendiensten sicherstellen

In den ersten vier Jahren seit Gründung  der  NFDI  hat  die  Konsolidierung  eines  breiten  Spektrums wissenschaftlicher Ressourcen Fahrt aufgenommen, und die Fachkonsortien bringen gemeinsame Dienste hervor und entwickeln diese kontinuierlich weiter. Um komplexe oder prekäre Organisationsformen zu unterstützen, müssen Betreiber auf verlässliche Infrastrukturen mit planbarer langfristiger Finanzierung zurückgreifen können, die auch den zusätzlichen Aufwand für Governance, Support, Entwicklungsbegleitung und IT-Sicherheit abdeckt. Zudem braucht es für viele der existierenden Dienste einen rechtssicheren Rahmen, der Aufwandsentschädigungen ermöglicht, wenn Dienste für einen breiteren Nutzerkreis, beispielsweise jenseits der eigenen Institution oder eines Verbundes, geöffnet werden.

Institutionelle Unterstützung der Forschungssoftwareentwicklung

In vielen Bereichen der Wissenschaft, insbesondere in den naturwissenschaftlichen Disziplinen, werden neue Erkenntnisse zunehmend durch softwaregestützte Forschung gewonnen. Effizienz- und Qualitätssteigerungen der Forschungssoftware bergen deshalb großes Potential für entsprechende Steigerungen in der Forschung. Effiziente und qualitativ hochwertige, rechnergestützte Forschung erfordert zudem Fähigkeiten, die über das Programmieren hinausgehen. Länder wir die Niederlande (eScience Center) und Großbritannien (Software Sustainability Institute) haben das erkannt und Institutionen aufgebaut, um die Entwicklung einer nachhaltigen, qualitativ hochwertigen rechnergestützten Forschung (Research Software Engineering) institutionell zu unterstützen.

Es bedarf einer Institution, die sowohl die Forschenden an Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen sowie die Forschungspraxis im digitalen Bereich unterstützt. Von besonderer Bedeutung sind neben der Etablierung einer institutionellen Unterstützung durch Forschungssoftwarefachleute, die finanzielle Förderung von Forschungssoftware als Forschungsinfrastruktur, die Unterstützung für breitenwirksame Vermittlung von „good practices“ im Forschungsalltag sowie der Aufbau einer Software-Engineering-Kultur im Bereich Forschungssoftware. Insbesondere müssen RSE-Standards in der Lehre entwickelt und verankert werden. Die Etablierung koordinativer, übergreifender Strukturen nach Vorbild des Software Sustainability Institute bzw. des eScience Center kann diesen Mangel überwinden.

 

Ansprechpersonen

Portraitfoto von Daniel Krupka vor hellem Hintergrund

Daniel Krupka

Geschäftsführer

E-Mail: daniel.krupka@gi.de

Portraitfoto von Prof. Dr. Ulrike Lucke vor GI-Hintergrund mit Text "Wir sind Informatik"

Prof. Dr. Ulrike Lucke

Sprecherin PAK NFDI

E-Mail: ulrike.lucke@uni-potsdam.de