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PAK Digitalisierung

Motivation und Arbeitsschwerpunkte

Mit der „Digitalisierung“ vollzieht sich auf informationstechnischer und technologischer Basis ein grundlegender Wandel unserer gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und individuellen Lebenswelt.

Die GI bezieht bereits Stellung zu unterschiedlichen Dimensionen der Digitalisierung und hat diese im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 in Wahlprüfsteinen zusammengefasst. Diese umfassen Vorschläge zur Sicherstellung von Prinzipien wie Digitale Souveränität, Digitale Suffizienz und Resilienz, Digital Literacy, Datensparsamkeit, Sicherheit von Systemen und Umsetzung von derartigen Anforderungen in Produkten und Diensten „by Design“. Die GI-Gliederungen (Fachbereiche und -gruppen, Beiräte und Arbeitskreise) bearbeiten wiederum zahlreiche dieser Themen und Anwendungsfälle im Rahmen ihrer jeweiligen Spezialisierung.

Aufgrund der Vielzahl von Anwendungsszenarien, Anforderungen, technologischen Möglichkeiten und Erwartungen im Kontext der Digitalisierung wird zur besseren Durchdringung der Komplexität jedoch fachliche Multidisziplinarität benötigt.

Aus diesem Grund hat das GI-Präsidium einen Präsidiumsarbeitskreis (PAKs) „Digitalisierung“ eingerichtet, in dem GI-Mitglieder unterschiedlicher Fachbereiche/Gremien aus Wissenschaft und Praxis (Wirtschaft, Beratung, Verwaltung, Politik) vertreten sein sollen, um das Thema der Digitalisierung aus unterschiedlichen Perspektiven proaktiv auf Herausforderungen, Risiken und Potenziale für Informatik und Gesellschaft zu durchleuchten und dafür notwendige Steuerungsmöglichkeiten zu diskutieren und entsprechende Vorschläge zu erarbeiten.

Den Handlungsrahmen für die Arbeit des PAK soll folgende Frage bilden:

Was sind die Herausforderungen der Digitalisierung in Deutschland in den nächsten 5-10 Jahren, welche Fragen ergeben sich daraus für die Informatik und wie kann die Gesellschaft für Informatik einen konkreten Beitrag für eine innovative, aktive und zukunftsfähige Digitalisierung von Wirtschaft, Gesellschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft leisten?

 Fokus des PAK Digitalisierung

Abbildung 1: Fokus des PAK

Der PAK soll daher im Austausch mit Fachleuten, Entscheider*innen und „Influencer*innen“ (z.B. strategische Führungskräfte und innovative Denker*innen aus Wissenschaft, Verwaltung, Politik) Multiplikator*innen (z.B. Medienfachleute, branchenspezifische Fachleute, Verbände, Anwender-/Verbraucherseite, Normungsgremien und Unternehmen) in den fachlichen Austausch treten, um Steuerungsinstrumente für eine mit den oben dargestellten Prinzipien „Digitale Souveränität“ und „Nachhaltigkeit“ übereinstimmende Digitalisierung aller Gesellschaftsbereiche querschnittsübergreifend zu entwickeln.

Zu solchen Steuerungsinstrumenten zählen z.B. Folgenabschätzungen bzw. Risikoanalysen, Bedarfsanalysen, Hilfen zur Strategiebildung und Innovationskonzepte, Entwicklung von Best Practices, Aufklärungsarbeit und Angebote für das Lernen von anderen.

Leitend sind dabei folgende Gedanken:

  • der allgegenwärtigen Digitalisierung mit dem richtigen Augenmaß begegnen,
  • Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von Digitalisierungslösungen unterstützen,
  • nationale sowie europäische Technologiesouveränität fördern und den
  • Anwender- und Verbraucher*innen die Befähigung und Möglichkeit zur persönlichen Risikoeinschätzung der Digitalisierung in der eigenen Lebenswelt geben.

Anwendungsfälle sind die Dienste, Industrien und Anwendungen der Zukunft, so zum Beispiel Smart City, IoT, Industrie 4.0, die digitale Behörde und die fortschreitende Digitalisierung des Gesundheitswesens u.v.m.

Der PAK Digitalisierung will folglich explizit keine abstrakten akademischen Debatten führen, sondern in einen Dialog mit den relevanten Stakeholdern treten, um konkrete Lösungen zu entwickeln, diese allgemein verfügbar machen und so konkreten Nutzen erzeugen.

Mögliche Formate zur Verbreitung der erarbeiteten Ergebnisse können sein z.B. Podcasts, Webtalks, Arbeitspapiere, Runden von Fachleuten, Lösungswerkstätten mit Vertreter*innen innovativer Unternehmen oder Behörden sowie anderer Länder.

Organisation des PAK

Mitglieder des PAK sollten deshalb nicht nur Personen aus der Wissenschaft, sondern insbesondere auch aus der praktischen Softwareentwicklung, aus dem Bereich der Mensch-Computer-Interaktion (MCI), aus deutschen und europäischen Unternehmen, Politik und Verwaltung sein. Es sollten unterschiedliche Altersklassen und Geschlechter vertreten sein.

Mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit des Gremiums sollte der PAK in der Startphase nicht mehr als 10 Mitglieder haben, bedarfsweise können weitere Fachleute hinzugezogen werden. Auch wird themenbezogen der Austausch mit anderen PAKs, Fach. und Arbeitsgruppen gesucht, um redundantes Arbeiten innerhalb der GI zu vermeiden.

Leitung: Kirsten Messer-Schmidt (M.A.) und Prof. Dr. Dennis-Kenji Kipker (Doppelspitze)

Lebensdauer: Da die Einrichtung von PAKs in der GI zeitlich begrenzt ist, sollte sich der PAK „Digitalisierung“ an der Dauer der Legislaturperiode der aktuellen Bundesregierung orientieren, um die Digitalisierungsprozesse der nächsten Jahre kritisch zu beobachten und möglichst aktiv zu begleiten.

Einrichtung des PAK

Set-Up: Im Rahmen der Präsidiumssitzung erfolgt die Bitte an die Fachbereiche/-gruppen, die Frage an ihre Mitglieder zu adressieren, wer Interesse hat, sich im PAK aktiv und gestaltend einzubringen und an der Kickoff-Veranstaltung teilzunehmen

Kickoff-Veranstaltung: Online-Meeting am 28.10.22 von 10:00 Uhr - 11:30 Uhr bis ca. 25 Teilnehmende unter Sicherstellung der Ausgewogenheit der Teilnehmenden-Struktur. In dieser Veranstaltung soll es darum gehen, die Arbeitsinhalte und Aufgaben des PAK weiter zu konkretisieren, einen Zeitplan, Arbeitspakete und den gewünschten Output für das Jahr 2023 zu definieren sowie die Form der Zusammenarbeit der Mitwirkenden zu vereinbaren.

Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt mit der Leitung auf unter Kontakt.