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StellungnahmeMeldung

Positionspapier für neue Berufsbilder der Digitalisierung

Mit dem Positionspier „Erfolgreiche Digitalisierung braucht eigenständige Berufsbilder“ regen die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) und weitere Verbände die Entwicklung explizit digitalisierungsbezogener Berufsbilder an.

Vernetzung, Digitalisierung und Automatisierung wandeln die Lebens- und Arbeitswelt rasant. Fachleute gehen davon aus, dass bereits im Jahr 2035 zwei von drei Berufstätigen in Professionen arbeiten werden, die es in dieser Form noch gar nicht gibt. Informatik-Kompetenzen und -Kenntnisse spielen darin eine immer wichtigere Rolle. In einem nun veröffentlichten Positionspapier will ein Bündnis aus Verbänden und Fachgesellschaften nun Wirtschaft, Wissenschaft und Politik dazu anregen, neue Berufsbilder zu entwickeln und auszugestalten, die zu einer erfolgreichen Digitalisierung beitragen. Im Zentrum des Papiers stehen beispielhaft die digitalisierungsbezogenen Berufsbilder Digital Design, Digital Engineering und Data Science.

Prof. Dr. Michael Goedicke, Vize-Präsident der GI: „Die Digitalisierung unserer Lebens- und Arbeitswelt erfordert neue, disziplinübergreifende Berufsbilder mit starkem Informatikbezug. Als komplementäre Disziplinen bieten beispielsweise Digital Design, Digital Engineering und Data Science eine neue, tragfähige Grundlage, die nächste Generation von Digitalisierungsexpertinnen und -experten auszubilden.“

Inhaltlich lassen sich die drei beispielhaft identifizierten Berufsbilder wie folgt darstellen:

  • Digital Design als Berufsbild für »Gestalterinnen und Gestalter der Digitalisierung« befasst sich mit der Gestaltung von digitalen Lösungen. Digital Design muss ein eigenständiges Wissenschaftsfeld werden, das sich sowohl den eigenen Methoden widmet als auch mit den Ergebnissen des eigenen Handelns auseinandersetzt. Beispielsweise mit den Veränderungen von Wirtschaft und Gesellschaft durch Digitalisierung.
  • Digital Engineering als Berufsbild für »Ingenieurinnen und Ingenieure der Digitalisierung«, vergleichbar mit typischen Ingenieurdisziplinen aus dem konstruktiven Bereich, befasst sich mit der Konstruktion und Realisierung digitaler Lösungen. Deswegen muss das Digital Engineering ein eigenständiges Wissenschaftsfeld sein und sich den Methoden zur Konstruktion und Realisierung digitaler Lösungen sowie der Erforschung und Weiterentwicklung systemischen Aspekte des Digitalen widmen.
  • Data Science als Berufsbild für »Materialkundlerinnen und Materialkundler der Digitalisierung«, das sich mit Daten als zentralem Werkstoff und Material und der darin enthaltenen Informationen befasst. Die Auseinandersetzung mit Daten erfolgt dabei Perspektiven übergreifend, wissenschaftlich sowie empirisch und von der Mikro- bis zur Makroskala. Dies führt zu einer engen Verbindung zwischen MINT-Fächern sowie den empirischen Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften. Dabei ist der hohe und eigenständige Stellenwert von Daten als zentralem Werkstoff hervorzuheben.

Zum Positionspapier "Digitalisierung braucht eigenständige Berufsbilder"

Mehr zu Initiative Erfolgreiche Digitalisierung braucht eigenständige Berufsbilder finden Sie hier: www.digitalisierungsberufe.de