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GI unterzeichnet pan-europäisches Positionspapier zur informatischen Forschungsbewertung

Als Teil der Initiative von Informatics Europe setzt sich die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) für eine präzisere und inklusivere Bewertung informatischer Forschungsarbeit ein. 

In einem gemeinsamen Positionspapier mit dem Titel „Joint Statement On Informatics Research Evaluation“ unterstreichen zahlreiche europäische Informatik-Organisationen die Notwendigkeit, zukünftig verstärkt qualitative Bewertungskriterien in der Informatikforschung zu etablieren. Zu oft werden etwa bei der Vergabe von Forschungsgeldern quantitative Kriterien zugrunde gelegt, wie etwa die Zahl der Publikationen in einem Themengebiet. Der zahlenmäßige Output an Publikationen, so die Unterzeichnenden, reicht als Kriterium aber nicht aus, um die Forschungsarbeit von Institutionen zu bewerten, zumal informatische Forschung oft Artefakte produziert, wie zum Beispiel Software, die in einer Beurteilung ebenso zum Tragen kommen sollen. Eine Betrachtung, die ausschließlich auf Veröffentlichungen in wirtschaftlichen Publikationen beruht, greift an vielen Stellen zu kurz und ist der Forschungsqualität oftmals sogar abträglich.

Ein weiterer Kernpunkt des gemeinsamen Statements ist, dass die verschiedenen Disziplinen der Informatik unterschiedliche Metriken erfordern. Um Vergleichbarkeit herzustellen, muss Forschungsbewertung interdisziplinär konzipiert werden. Im Idealfall werden dabei Richtlinien und Erkenntnisse der offenen Wissenschaft zur Rate gezogen.

Neben der GI und dem Fakultätentag Informatik unterstützen Informatikgesellschaften aus Spanien, Italien, Österreich, UK, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz das Papier. 

Das Dokument mit dem Originaltext von Informatics Europe kann hier heruntergeladen werden.