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GI Beirat IT-Weiterbildung unterstützt hessische Initiative "Informatik als Pflichtfach"

Bundesweit belegen zu wenige Schüler das Fach Informatik – so die Einschätzung von Informatikern der Goethe-Universität. Entsprechende Kenntnisse fehlten ihnen nicht nur im Studium oder Beruf, sondern auch bei der Teilhabe an der Informationsgesellschaft. Deshalb fordern die Forscher das Hessische Kultusministerium auf, das Fach Informatik in Hessen bereits in der Sekundarstufe I als Pflichtfach einzuführen, und zwar in allen Schulformen. In der Sekundarstufe II sollte Informatik den Naturwissenschaften gleich gestellt werden.

Das Anliegen des AK Informatik in der Schule wird unterstützt von Fachgesellschaften, Partneruniversitäten und Unternehmen: Dem Bundesverband IT-Mittelstand e.V., dem Beirat für Aus- und Weiterbildung der Gesellschaft für Informatik (GI), dem Fachbereichstag Informatik, der Fachgruppe der hessischen und Rheinland-Pfälzischen Informatiklehrkräfte in der GI, dem Fakultätentag Informatik, dem 4ING u.v.m. Bisher ist Informatik nur in Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern ein Pflichtfach. 

„An hessischen Schulen lernen Schülerinnen und Schüler nur Fragmente von Computeranwendungen kennen, weil die informations- und kommunikationstechnische Grundbildung in die Gesamtheit der Fächer integriert ist“, beklagt Prof. Jürgen Poloczek vom „AK Informatik in der Schule“.

„Der Beirat für IT-Weiterbildung der Gesellschaft für Informatik e.V. unterstützt die Ziele der hessenweiten Aktion zur Stärkung der Schulinformatik. Einige Bundesländer wie z.B. Bayern haben die Situation erkannt und handeln, andere nicht oder nur in zu geringem Umfang. Dies wird die Zukunftsfähigkeit der Länder weiter differenzieren", ergänzt Harald Richter, Sprecher des Beirats.