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Federrath: Datenschutz und Gesundheit gehören zusammen

In Berlin startet heute der Hauptstadtkongress für Medizin und Gesundheit. Bis Donnerstag wird es unter anderem um die Digitalisierung in der Medizin gehen. Ein wichtiges Thema ist die elektronische Gesundheitsakte. Im Interview mit dem RBB Inforadio Hannes Federrath hält sie für machbar, wenn der Datenschutz stimmt.

Vor 15 Jahren wurde beschlossen, eine elektronische Patientenkarte einzuführen. Laut der Bundesregierung soll die sogenannte digitale Patientenakte für die Bürgerinnen und Bürger bis 2021 verfügbar sein und dann auch als App.

Im Interview mit dem RBB Inforadio unterstreicht Hannes Federrath, Präsident der Gesellschaft für Informatik einerseits mögliche Effizienzgewinne im Gesundheitsbereich und die bessere Information der Patienten und behandelnden Ärzte. So müssten Diagnosen nicht doppelt und dreifach erstellt werden, auch Betrugsfällen können schneller entdeckt werden.

Andererseits stehe bisher vor allem die Frage des effektiven Datenschutzes im Raum. Verschiedene Gutachten der letzten Jahre haben belegt, dass Sicherheit und Datenschutzprobleme nicht gravierend seien. Allerdings habe sich auch die Welt in dieser Zeit verändert - große Internet-Konzerne wie Google wollen ebenfalls auf den Gesundheitsmarkt vordringen. Zudem liessen sich in den Apps von Krankenkassen teilweise gravierende Sicherheistlücken nachweisen.

Das ganze Interview finde Sie hier: https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/201905/21/338438.html 

  © Kathrin Richter, Trendsetter - GI e.V.