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Helmut und Heide Balzert-Preis

Helmut und Heide Balzert Preis

Im Jahr 2022 wird erstmalig ein von Helmut und Heide Balzert gestifteter Preis für einen herausragenden Beitrag zur Vermittlung von Inhalten der Informatik und zur Ausbildung/Didaktik der Informatik (IAD) vergeben.

Ziel des von der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) in Kooperation mit der Österreichischen Computergesellschaft (OCG) und der Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) verliehenen Preises ist es, die Aufmerksamkeit für die Bedeutung der „digitalen Didaktik“ bei der Vermittlung von komplexen Sachverhalten in der Informatik zu fördern und zu unterstützen. Insbesondere sollten dabei die heutigen und zukünftigen digitalen Möglichkeiten für die didaktische Vermittlung von Wissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten bis hin zur umfassenden Handlungskompetenz genutzt werden. Der Preis soll die Entwicklung und Erprobung innovativer Konzepte für digitale Lehr- und Lernformen fördern.

Es wird jährlich ein Preis in Höhe von 10.000 € verliehen. Der Preis wird erstmalig 2022 auf der GI-Jahrestagung verliehen.

Auswahlkriterien

Der Preis wird jährlich für eine hervorragende Arbeit in folgenden Themenbereichen vergeben:

  • digitale Vermittlung schwieriger Sachzusammenhänge der Informatik mittels innovativer Didaktik (z.B. Animationen, Simulationen, Multimedia, Mikrowelten, Rollenspiele, interaktive Infografiken, Video, Audio, Ausprobieren, Experimentieren, soziale Lernumgebungen, Adaptivität und individuelle Lernpfade, Lernspiele, Gamification, digitale Lernlandschaften),
  • didaktische Konzepte und deren innovative Nutzung für Informatik-Inhalte, etwa in Lehrbuchform (als Skript oder bereits als Buch verlegt) in Verknüpfung mit Online-Interaktion und E-Learning,
  • digitale Überprüfung von Wissen, Kenntnissen und Fertigkeiten von Sachverhalten der Informatik sowie der Handlungskompetenz in der Informatik mittels innovativer Didaktik (z. B. Tests, allgemeine vs. individualisierte Aufgaben, geschlossene vs. offene Aufgaben, Validität, Reliabilität, Objektivität).

Die Arbeiten müssen sich auf die Erwachsenenbildung in der Informatik beziehen (Universität, Fachhochschule, Berufsschule, Sekundarstufe 2 in Schulen, Aus- und Weiterbildung in der Industrie für Erwachsene) und zumindest prototypisch evaluiert oder bereits vollständig verfügbar sein. Interdisziplinäre Arbeiten und Arbeiten mit Praxisbezug sind ausdrücklich erwünscht.

Arbeiten, die sich lediglich auf die technische Nutzung von Hard- und Software bei der Vermittlung von Informatikinhalten beziehen, werden nicht berücksichtigt.

Vorschlagsberechtigung

Vorschlagsberechtigt für Einreichungen sind alle Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in der Bundesrepublik Deutschland, in Österreich und in der Schweiz. Professorinnen und Professoren dieser Hochschulen dürfen Abschlussarbeiten (Bachelor, Master, Dissertationen und Habilitationen) für den Preis vorschlagen. Es sind alle Arbeiten mit einer Abschlussprüfung im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2021 zugelassen. Eine wiederholte Antragstellung für die gleiche Arbeit ist nicht zulässig. Neben Abschlussarbeiten können auch didaktisch herausragende Arbeiten vorgeschlagen werden, die in der Erwachsenenbildung eingesetzt werden und nicht älter als zwei Jahre sind.

Vorschlagsberechtigt sind weiterhin alle mit der Didaktik befassten Fachleute – dies sind typischerweise Mitglieder der GI, der OCG und der SI. Sie dürfen eine akademische oder eine nichtakademische Arbeit vorschlagen, die sie für preiswürdig halten.

Eine Selbstnominierung ist nicht möglich.

Einreichung

Die Jury bittet um elektronische Einreichungen bis zum 31. Mai 2022 (Ausschlussfrist). Es sind folgende Unterlagen als PDF einzureichen:

Bei Dissertationen und Habilitationen:

  • elektronische Version der Dissertation bzw. Habilitation,
  • Begründung des Vorschlags durch den einreichenden Professor bzw. die Professorin oder das Rektorat,
  • ein Curriculum Vitae des Autors bzw. der Autorin mit Publikationsliste.

Bei anderen Arbeiten:

  • eine Kurzfassung zur Veröffentlichung im Tagungsband
  • elektronische Version der Arbeit,
  • Begründung des Vorschlags durch die einreichende Person,
  • das Gutachten der Referentin bzw. des Referenten.

Auswahlverfahren

Die Jury besteht aus insgesamt sieben Mitgliedern:

  • zwei vom Leitungsgremium des Fachbereichs „Informatik und Ausbildung / Didaktik der Informatik“ (IAD) zu bestimmende Vertreterinnen bzw. Vertreter,
  • jeweils eine Vertreterin bzw. ein Vertreter der Österreichischen Computergesellschaft (OCG) und der Schweizer Informatik Gesellschaft (SI),
  • ein Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Informatik (GI)
  • zwei von den Preisstiftern Helmut und Heide Balzert vorgeschlagene Personen.

Die Jury sichtet die eingegangenen Bewerbungen, trifft eine Vorauswahl, lädt einige Kandidatinnen und Kandidaten zu einem Vortrag ein und bestimmt anschließend die Preisträgerin bzw. den Preisträger. Es ist möglich, den Preis auf mehrere Preisträgerinnen bzw. der Preisträger aufzuteilen. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger wird von der Jury informiert.

Die Jury besteht derzeit aus:

  • Prof. Dr. Ulrike Lucke
  • Prof. Dr. Jörg Desel
  • Prof. Dr. Jan Vahrenhold
  • Prof. Dr. Helmut Balzert
  • Michael Hugot
  • N.N. (SI)
  • N.N. (OCG)

Auf der jeweils nächsten GI-Jahrestagung wird der Preis an die Preisträgerin bzw. den Preisträger überreicht. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger trägt seine Arbeit innerhalb der GI-Jahrestagung in einem kurzen Referat vor. Eine Würdigung der prämierten Arbeit wird auf der Webseite der GI veröffentlicht.

Bei Fragen steht Ihnen Cornelia Winter gerne zur Verfügung.