ITeG-Ringvorlesung „Zwischen Halluzination und Realität: KI-Regulierung entlang der Wertschöpfungskette“
Veranstaltungsort
ITeG - Wissenschaftliches Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung, Universität KasselKassel, Deutschland
Beschreibung
In der ITeG-Ringvorlesung "Digitale Gesellschaft - eine Gestaltungsaufgabe" wird am 11. Februar 2026 Prof. Dr. Philipp Hacker Einblicke geben zum Thema „Zwischen Halluzination und Realität: KI-Regulierung entlang der Wertschöpfungskette“.
Philipp Hacker, LL.M. (Yale), ist Inhaber des Lehrstuhls für Recht und Ethik der digitalen Gesellschaft an der European New School of Digital Studies (ENS) der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Derzeit konzentriert sich seine Forschung auf die Regulierung digitaler Technologien, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz. Philipp arbeitet häufig mit Informatikern und Mathematikern zusammen, insbesondere zu Fragen der erklärbaren KI, der algorithmischen Fairness und den Klimafolgen von KI. Für seine Arbeit erhielt er mehrere akademische Preise, darunter 2020 den Wissenschaftspreis der Deutschen Stiftung für Recht und Informatik. Er berät regelmäßig nationale und EU-Gesetzgeber, Regulierungsbehörden und die Industrie. Philipp ist Mitbegründer und Co-Leiter des International Expert Consortium on the Regulation, Economics and Computer Science of AI (RECSAI). Kürzlich wurde er zum General Editor der neuen, 11-bändigen Reihe AI and Society ernannt, die von 2025-2027 von Oxford University Press veröffentlicht wird. Er ist Mitglied der Task Force KI-Governance und des Expertenbeirats AI and Sustainability, beides jeweils bei der deutschen Bundesregierung, und hatte 2024/25 den Co-Vorsitz der Arbeitsgruppe „KI-Haftung“ für das Europäische Parlament inne.
Zusammenfassung seines Vortrags:
Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette Anwendung findet. Die Chancen erscheinen immens, doch zugleich treten Risiken hervor, die von „Halluzinationen“ generativer Systeme bis hin zu Fragen rechtlicher Verantwortlichkeit reichen. Die Regulierung von KI muss deshalb nicht nur technische Aspekte berücksichtigen, sondern auch ökonomische und rechtliche Dimensionen einbeziehen. Der Vortrag diskutiert die unterschiedlichen Regulierungsansätze, die auf europäischer und nationaler Ebene entwickelt werden können, und fragt nach deren Kohärenz sowie praktischer Umsetzbarkeit. Ziel ist es, die Spannungen zwischen Innovation, Rechtssicherheit und gesellschaftlichen Erwartungen herauszuarbeiten und mögliche Wege zu einer verantwortlichen Gestaltung von KI-Systemen aufzuzeigen.
Kontakt
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