#NextGen: Alina Kahner im Interview
In der neusten Ausgabe der #NextGen-Interviewreihe gibt Alina Kahner jungen Informatiker*innen Tipps für die Informatikkarriere und erzählt, wie das Studium der Computervisualistik ihre Karriere beeinflusst hat. Bei der Jungen GI initiiert sie gemeinsam mit anderen Mitgliedern Arbeitsgruppen und ab dem Sommer eine Vortragsreihe mit Professor*innen.
Was sind deine Aufgaben bei der Jungen GI?
Seit letztem Jahr übernehme ich zusammen mit Jason Kilby die Sprecher*in-Rolle für die virtuelle Hochschulgruppe. Im Frühjahr haben wir gemeinsam mit den anderen Mitgliedern Arbeitsgruppen gegründet und starten nach einer Sommerpause ab Juli mit einer Vortragsreihe mit Professor*innen.
Welche Ratschläge würdest du jungen Informatiker*innen mitgeben?
Sowohl in der Welt der Informatik als auch in der gesamten Welt ist die Innovationsgeschwindigkeit sehr hoch. Gerade künstliche Intelligenz beschleunigt neue Trends, Entdeckungen und Weiterentwicklungen. Aus diesem Grund rate ich jungen Informatiker*innen, sich interdisziplinär aufzustellen und die Informatik mit anderen Teildisziplinen zu verknüpfen. Unsere Welt ist sehr komplex geworden und alle Teilbereiche sind miteinander verwoben. Ich möchte Informatiker*innen daher dazu ermutigen, die Informatik, als Teil eines größeren Systems zu betrachten.
Wie bist du auf das Studium der Computervisualistik aufmerksam geworden und worum geht es dabei?
Den Studiengang „Computervisualistik“ gibt es tatsächlich nur zweimal in Deutschland. In Magdeburg wird die Erstellung und Analyse digitaler Bilder gelehrt; darunter Computergrafik, Algorithmische Geometrie und Bildverarbeitung. Da das Studium neben dem herkömmlichen Informatikgrundstudium auch beispielsweise Wahrnehmungspsychologie und Erziehungswissenschaft abdeckt, war für mich klar, dass Computervisualistik ein interessanter Studiengang für mich sein wird. Das hat sich bestätigt und ich bin sehr dankbar für meine Zeit an der Fakultät für Informatik.
Du hast bereits vielfältige Erfahrungen im Ehrenamt und in deiner Ausbildung gesammelt. Was hat dich dazu inspiriert, Informatik mit Medienbildung zu verknüpfen?
Durch meine ehrenamtlichen Tätigkeiten hatte ich die Möglichkeit in verschiedene Bereiche hineinzuschnuppern und viele, interessante Personen zu treffen. Aus diesem Grund würde ich dies auch allen empfehlen, sich ehrenamtlich zu engagieren. Auf die Medienbildung bin ich tatsächlich durch mein CV-Studium gestoßen. In einem Teilbereich des Studiums belegen wir Module der Fakultät für Humanwissenschaften, an der auch die Medienbildung angesiedelt ist. Während meines Studiums habe ich bemerkt, dass mich besonders interessiert, wie die technisch durchdrungene Welt uns als Menschen beeinflusst. Meine Bachelorarbeit habe ich dann zu diesem Thema verfasst – in Zusammenarbeit mit einem Professor der Medienbildung. Bereits während meiner Arbeit war mir klar, dass ich diese Wechselwirkungen eingehender betrachten möchte.
In welchem Bereich möchtest du zukünftig arbeiten und warum?
Am liebsten würde ich weiterhin mein Wissen in der Informatik mit meinem geisteswissenschaftlichen verknüpfen. Ich könnte mir beispielsweise die Arbeit an der Digitalisierung von Geschäftsprozessen gut vorstellen oder Unternehmen in Transformationsprozessen aufgrund von Digitalisierung zu unterstützen. Außerdem könnte ich mir vorstellen, eine Promotion im Bereich Digital Humanities zu machen und anschließend zu forschen.
Das Interview führte Greta Leßmann.
