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Meldung

WebTalk „Mensch-Technik-Interaktion für digitale Souveränität“ bei der INFORMATIK 2020

Im Rahmen der 50. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), fand am 29. September der WebTalk „Mensch-Technik-Interaktion für digitale Souveränität“ statt. Neben Jutta Croll (Stiftung Digitale Chancen), Prof. Dr. Hannes Federrath (Präsident der Gesellschaft für Informatik e.V.) und Prof. Dr. Rainer Malaka (TZI Bremen), diskutierten Sana Shah (AlgorithmWatch) und Katrin Nostadt (Bundesministerium für Bildung und Forschung) über die nötigen politischen, gesellschaftlichen und technischen Rahmenbedingen, die zur Steigerung der digitale Mündigkeit beitragen. Sonja Álvarez (Wirtschaftswoche) moderierte die Gesprächsrunde.

Mit dem Programm Mensch-Technik-Interaktion für digitale Souveränität, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung aktuell zehn Forschungsprojekte, die unterschiedliche technologische Anwendungsfelder und Zielgruppen adressieren und darauf abzielen, die individuelle digitale Souveränität von Nutzer*innen zu steigern. Konkret geht es darum einen selbstbestimmen und reflektierten Umgang mit Technologien wie Smartphones, Smart Home-Anwendungen oder Smart Wearables zu fördern, die kontinuierlich Daten über ihre Nutzerinnen und Nutzer sammeln und bereits fester Bestandteil unseres Alltags sind.

Jutta Croll, von der Stiftung Digitale Chancen, vertrat in der Runde das Projekt InviDas, das von der Gesellschaft für Informatik koordiniert wird und daran forscht, wie durch Visualisierung und Gamification komplexe Datenschutzerklärungen von Wearables verständlicher und transparenter gestaltet werden können. Fitnesstracker und vergleichbare Geräte sammeln, speichern und verarbeiten sensible Körper- und Standortdaten. Wie solche Daten verarbeitet werden, müsse für alle Menschen, auch für diejenigen mit weniger Technologiekenntnissen, verständlich gemacht werden.

Rainer Malaka, vom TZI Bremen, stellte das Projekt UsableSec@Home vor, das erforscht wie Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen in Smarthome-Systemen verständlicher gemacht werden können und wie das Privacy- und Security-Paradoxon aufgelöst werden kann. So seien Nutzer*innen einerseits um ihre Privatsphäre besorgt und gäben trotzdem immer wieder unbedarft persönliche Informationen an Unternehmen weiter.

Die Arbeit und die Ergebnisse aller zehn Projekte werden im Digital Autonomy Hub zusammengeführt, das in der Runde von Sana Shah von AlgorithmWatch vertreten wurde. Das Digital Autonomy Hub ist ein Kompetenzzentrum und Netzwerk von 43 Instituten und Organisationen, das von AlgorithmWatch und der Gesellschaft für Informatik koordiniert wird.

Weitere Informationen über die zehn Projekte der Förderlinie können auf der Website des Digital Autonomy Hubs gefunden werden.

Der WebTalk kann hier angesehen werden.