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Meldung

Sustainable Computing: So kann eine verantwortungsvolle und nachhaltige Digitalisierung gelingen

In einem interaktiven Fachgespräch des GI-Wirtschaftsbeirats im Rahmen der INFORMATIK 2021 mit Impulsvorträgen von Marc Peters (IBM), Thomas Bendig (adesso) und Dr. Maxim Asjoma (Hasso Plattner Institut) wurden Ansätze einer nachhaltigen Digitalisierung vorgestellt und in einem Gespräch mit Christine Regitz (Sprecherin des GI-Wirtschaftsbeirats), Anja Schaar-Goldapp (Stellvertretende Sprecherin des GI-Wirtschaftsbeirats) und den Teilnehmenden diskutiert.

Digitale Technologien sind Treiber für Innovationen und Wohlstand. Weltweit sorgen neue softwarebasierte Verfahren und Technologien dafür, natürlichen Ressourcen zu schonen und zur Verringerung von Umweltbelastungen beizutragen. Rechenzentren, Cloud- und Streaming-Dienste, Online-Gaming, Distributed Ledger Technologien oder Anwendungen der künstlichen Intelligenz benötigen viel Energie und Ressourcen, dennoch steckt hinter „Sustainable Computing“ mehr als nur den Energieverbrauch der Softwareentwicklung zu reduzieren. 

An der Schnittstelle von Nachhaltigkeit, Informatik und Wirtschaft sprachen Fachleute In einem interaktiven Fachgespräch des GI-Wirtschaftsbeirats im Rahmen der INFORMATIK 2021 über technologischen Innovationen und darüber, wie eine nachhaltige und verantwortungsvolle Softwareentwicklung im Unternehmen gelingen kann. 

Marc Peters, IBM Distinguished Engineer und IBM's CTO für den Bereich Energy, Environment & Utilities in EMEA: "Bei IBM haben wir die Responsible Computing Framework auf den Weg gebracht. Das betrifft einerseits technologische Aspekte wie die Rechenzentren, Infrastrukturen aber auch die Softwareentwicklung und den Code. Andererseits werden gesellschaftliche Aspekte adressiert wie die verantwortungsvolle Datennutzung, die Entwicklung verantwortungsvoller Systeme mit allen ethischen Implikationen und die Auswirkungen digitaler Technologien." 

Thomas Bendig, Head of Innovation & Technology Board bei adesso SE präsentierte eine Tour de Force durch die Möglichkeiten digitaler Technologien für eine nachhaltigere Zukunft: "Ohne die durch digitale Technologien erhobenen Daten, könnten wir viele Nachhaltigkeitspotentiale überhaupt nicht erkennen gescheige denn realisieren. Deshalb ist an vielen Stellen Digitalisierung erst die Voraussetzung, Nachhaltigkeitspotential zu identifizieren und zu heben: Von den großen Klimamodellen, über die Balancierung von Stromnetzen bis hin zu Handels- und Sharing-Plattformen."

Maxim Asjoma, Referent der Geschäftsleitung am Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering und Co-Inventor, hat die clean-IT-Initiative des HPI vorgestellt: "In der clean-IT-Initiative bündelt das HPI seine Aktivitäten in Forschung und Lehre. Es trägt durch Ausbildungsangebote, eine nachhaltige und energieeffiziente Nutzung von IT-Systemen und Forschungsbeiträgen zur Entwicklung klimaschonender digitaler Lösungen und KI-Anwendungen bei. Lösungen, die alle Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens, insbesondere den Bereich der Gesundheit, der nachhaltigen Mobilität sowie die Förderung der Gleichstellung unterstützen. Eine gemeinsame Plattform soll dabei helfen, weitere Aktivitäten zu bündeln."

Die Aufzeichnung der Impulsvorträge kann hier nachgesehen werden: https://www.youtube.com/watch?v=OlCvdGhm59Q