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Meldung

Europäische Mädchen Informatik-Olympiade erfolgreich beendet

In der vergangenen Woche fand in Bonn die EGOI 2025, die 5. Europäische Mädchen-Olympiade in Informatik, mit mehr als 200 weiblichen und nicht-binären Informatiktalenten aus über 50 Ländern statt.

Die 5. Europäische Mädchenolympiade in Informatik (EGOI 2025), die von 14. bis 20. Juli in Bonn stattfiand, ist ein Programmierwettbewerb für weibliche und nicht-binäre Schüler*innen aus europäischen Ländern und darüber hinaus. Die EGOI teilt ihr Wettbewerbsformat mit der Internationalen Informatikolympiade (IOI), der jährlichen Weltmeisterschaft im Programmieren für Schüler*innen der Sekundarstufe. Sie erhalten eine Reihe schwieriger algorithmischer Probleme und müssen diese durch das Schreiben von Programmen lösen. Ihre Programme wurden dann nach Effizienz und Korrektheit bewertet und benotet. Im Rahmen der EGOI 2025 fand auch ein Panelgespräch zwischen Christine Regitz, Präsidentin der Gesellschaft für Informatik, Prof. Dr. Lucie Flek, Professorin für Data Science und Language Technologies am Bonn-Aachen International Center for Information Technology (b-it) der Universität Bonn und Area Chair for Natural Language Processing (Bereichsleitung Forschungsbereich „Verarbeitung natürlicher Sprache“) am Lamarr-Institut und Janine Rensmann, CHRO Technology & Innovation bei der Deutschen Telekom statt.

Christine Regitz, GI-Präsidentin: „Informatik ist mehr als Programmieren – sie ist der Schlüssel, unsere Zukunft aktiv mitzugestalten. Gerade für Mädchen und junge Frauen bietet sie ein kreatives, sinnstiftendes und spannendes Betätigungsfeld mit unzähligen Möglichkeiten. Die Europäische Mädchen-Olympiade ist ein wunderbarer Ort, um eigene Talente zu entdecken, sich auszuprobieren und über sich hinauszuwachsen. Hier entsteht ein Netzwerk, das Mut macht und zeigt: Informatik gehört uns allen.“

Die „Allianz für informatische Bildung“ hat die EGOI 2025 zum Anlass genommen, um mit Julia Eisentraut, MdL, Obfrau im Wissenschaftsausschuss im Landtag von Nordrhein-Westfalen und selbst Informatikerin über den Stand der Informatikbildung in Europa, Deutschland und Nordrhein-Westfalen zu sprechen. Sie zeigte sich beeindruckt von der Begeisterungsfähigkeit der jungen Informatiktalente und unterstrich, dass neben dem Ausbau des Informatikunterrichts insbesondere strukturelle Verbesserungen angestoßen werden müssen, damit mehr junge Frauen ihren Weg in die IT und die Informatik finden.

Dr. Daniel Losch, Mitglied im Lenkungskreis der Informatik-Allianz und Sprecher des Fachausschusses Informatische Bildung in Schulen (IBS) in der Gesellschaft für Informatik: „Die 200 an der EGOI 2025 teilnehmenden Informatiktalente zeigen eindrücklich, wie viel Begeisterung insbesondere Mädchen für die Informatik entwickeln und wie verbindend die gemeinsame Arbeit an Informatikaufgaben sein kann. In NRW wird das Pflichtfach Informatik an allen allgemeinbildenden Schularten in den Jahrgangsstufen 5 und 6 unterrichtet. Das ist ein wichtiger Startpunkt. Doch wir liegen damit nur im unteren Mittelfeld im Bundesvergleich. Es gibt also weiterhin viel zu tun.“

Weitere Informationen zur EGOI 2025 unter www.egoi2025.de

Die Teilnehmer*innen der EGOI 2025 aus mehr als 50 Ländern
Die Teilnehmer*innen der EGOI 2025 bei der Lösung der gestellten Aufgaben
Julia Eisentraut (MdL), Dr. Wolfgang Pohl & Katja Sauerborn (BWINF), Daniel Krupka und Dr. Daniel Losch (GI/Informatik-Allianz) v.l.n.r.