GI nominiert Agnes Koschmider und Markus Strohmaier als Kandidierende für den RatSWD
Die Gesellschaft für Informatik nominiert Prof. Dr. Agnes Koschmider (Universität Bayreuth) und Prof. Dr. Markus Strohmaier (Universität Mannheim) als Kandidierende für den Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD), einem wichtigen nationalen Beratungsgremium an der Schnittstelle zwischen Datenproduktion, Wissenschaft und Politik. Wahlberechtigte Wissenschafter und Forscherinnen sind aufgerufen sich ab jetzt im Wählerverzeichnis zu registrieren, um im März 2026 an der Wahl teilnehmen zu können.
Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) ist das wichtigste nationale Beratungsremium an der Schnittstelle zwischen Datenproduktion, Wissenschaft und Politik. Zu den Aufgaben des RatSWD gehört die strategische Weiterentwicklung der Forschungsdateninfrastruktur in den empirischen Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften und die Interessenvertretung von Datennutzenden und Datenproduzierenden durch wissenschaftliche Politikberatung. Der RatSWD besteht aus zwanzig Mitgliedern, die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) berufen werden: Zehn Vertreter*innen der empirischen Forschung und zehn Vertreter*innen wichtiger datenproduzierender Einrichtungen.
Der Vorstand der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) hat auf Initiative des Präsidiumsarbeitskreises NFDI und dem Fachbereich Wirtschaftsinformatik Prof. Dr. Agnes Koschmider (Universität Bayreuth) und Prof. Dr. Markus Strohmaier (Universität Mannheim) nominiert. Die GI wurde in diesem Jahr in den Kreis der vorschlagsberechtigten Fachgesellschaften aufgenommen und hat damit das Recht jeweils einen Kandidaten und eine Kandidatin für den RatSWD zu nominieren. Die Berufungsperiode des Rates beträgt drei Jahre, die 9. Berufungsperiode beginnt am 1. Juli 2026. Noch bis zum 13. Feburar 2026 können sich Wissenschaftler und Forscherinnen im Wählerverzeichnis registrieren, die Wahl findet dann online vom 2. bis 29. März 2026 statt.
Christine Regitz, Präsidentin der GI: „Die zunehmende Durchdringung aller Lebesnbereiche mit digitalen Technologien, eine immer stärkere Vernetzung und größer werdende Automatisierungsgrade erfordern auch die Stärkung der evidenzbasierten Bewertung der Auswirkungen dieser digitalen Transformation. Dafür ist eine noch engere interdisziplinäre Zusammenarbeit von großer Bedeutung: Die Informatik liefert die grundlegenden Konzepte der Digitalisierung, die empirischen Sozialwissenschaften erforschen u.a. deren Auswirkung. Wir wollen die Expertise der Informatik in den Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten einbringen und konnten mit Agnes Koschmider und Markus Strohmaier zwei herausragende Fachleute auf ihrem Forschungsgebiet für die Kandidatur gewinnen.“
Prof. Dr. Michael Goedicke, Sprecher des GI-Präsidiumsarbeitskreises NFDI: „Die Informatik ist die zentrale Disziplin beim interdisziplinären Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Ohne die Informatik und ohne Software-Engineering keine Forschungsdatenverarbeitung. Gleichzeit zeigt sich die Relevanz der Informatik insbesondere im Anwendungskontext. Gerade in der Zusammenarbeit mit den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften stecken für unsere Disziplin große Potenziale. Deshalb freut es mich sehr, dass wir als GI künftig einen Kandidaten und eine Kandidatin aus der Informatik für den Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten nominieren dürfen. Ich rufe alle promovierten Informtikerinnen und Informatiker auf, sich jetzt im Wählerverzeichnis zu registrieren, um dann im März kommenden Jahres bei der Wahl für den RatSWD die Stimme der Informatik in der Wissenschaftspolitik zu stärken.“
Wahlberechtigt sind Personen mit abgeschlossener Promotion, die entweder an einer staatlich anerkannten deutschen Hochschulen, einer öffentlichen, unabhängigen wissenschaftlichen Forschungsinstitut oder in einer forschenden Abteilung einer anderen öffentlichen Einrichtung in Deutschland tätig sind. Voraussetzung, um an der Wahl teilzunehmen, ist die Registrierung für das Wählerverzeichnis bis zum 16. Februar 2026 unter folgendem Link: https://www.konsortswd.de/ueber-uns/ratswd/wahl/registrierung/.
Die Wahl der Berufungsvorschläge für die zehn wissenschaftlichen Mitglieder des RatSWD beginnt am 2. März 2026 und endet am 29. März 2026. Das Wahlergebnis wird am darauffolgenden Tag bekannt gegeben.
Weitere Informationen zum RatSWD unter https://www.konsortswd.de/ueber-uns/ratswd/.

