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Meldung

Erste Train-DL-Fortbildung zu KI und Data Literacy im Informatikunterricht in Berlin

Die Interaktion mit Künstlicher Intelligenz (KI) und das Teilen von Daten gehört heute in den Alltag jedes jungen Menschen. Lehrkräfte zu befähigen, Kompetenzen in diesem Bereich langfristig an junge Menschen zu vermitteln, ist Ziel des Projektes TrainDL. In diesem Rahmen fand nun eine erste Fortbildung („first field trial“) in Berlin statt.

Am 13. Juni 2022 hat das erste „field trial“, eine Lehrkräftefortbildung zum Thema „Zugänge zu Künstlicher Intelligenz und Data Literacy im Informatikunterricht“ an der Freien Universität Berlin stattgefunden. Im Rahmen des von der Gesellschaft für Informatik koordinierten Erasmus+-Projekts TrainDL sollen Fortbildungsmodule für Lehrkräfte erprobt werden, in denen ihnen Ansätze zur Vermittlung von Daten und KI-Kompetenzen nähergebracht werden.

Diese Fortbildungen werden evaluiert und die Ergebnisse in die zyklische Projektarbeit mit Stakeholdern aus dem Bildungssystem eingespeist. Langfristig sollen daraus Empfehlungen entwickelt werden, wie die Themen KI- und Datenkompetenz in den curricularen Vorgaben aller EU-Länder umgesetzt werden können. Diese Fortbildungen werden evaluiert und die Ergebnisse in die zyklische Projektarbeit mit Stakeholdern aus dem Bildungssystem eingespeist. Langfristig sollen daraus Empfehlungen entwickelt werden, wie die Themen KI- und Datenkompetenz in den curricularen Vorgaben aller EU-Länder umgesetzt werden können.

An diesem ersten Workshop nahmen insgesamt 24 Informatik-Lehrkräfte teil, darunter fünf Referendare. Geleitet wurde die Fortbildung von Viktoriya Olari und Uwe Lorenz von der Freien Universität Berlin.

Schüler*innen interagieren heute tagtäglich mit KI-gestützten Anwendungen und teilen, bewusst und unbewusst, ihre Daten. Um Daten- und KI-Kompetenzen auch in der schulischen Bildung zu fördern, ist es notwendig, dass Lehrkräfte über ein Verständnis für informatische Grundkonzepte und eine Data Literacy verfügen. Ziel der Veranstaltung war es deshalb, den teilnehmenden Lehrkräften Zugänge zur Vermittlung von Kompetenzen in den Themengebieten KI und Data Literacy zu eröffnen. Dazu wurden ihnen erprobte Ansätze und Unterrichtsmaterialien vorgestellt, welche sie im Anschluss selbst testen konnten.

Im Laufe des Workshops wurden die Teilnehmenden in die grundlegenden Funktionsweisen verschiedener Methoden Künstlicher Intelligenz eingeführt. Ihnen wurde gezeigt, wie die Modellierung realer Datensätze mit einem Datenanalysetool funktioniert und sie entdeckten Verfahren des maschinellen Lernens, um die Datensätze zu verarbeiten und neue Informationen zu gewinnen. Außerdem haben sie Einblicke in weitere Perspektiven zur fundierten Vermittlung von KI und Data Literacy im Informatikunterricht sowie Unterrichtsmaterialien erhalten.

Den gesamten Workshop hat TrainDL-Projektpartner Universität Potsdam evaluiert. Von diesem Projektpartner wurden außerdem im Anschluss an die Fortbildung umfassende Interviews mit einigen der Lehrkräfte durchgeführt. Sowohl in den geführten Interviews als auch in den Rückmeldungen der Teilnehmer*innen in den Fragebögen berichteten die Lehrkräfte, dass die Veranstaltung äußerst bereichernd war und in einem ähnlichen Format wiederholt werden könnte. In den nächsten Phasen des Projekts werden die Ergebnisse der Evaluation genutzt, um die Fortbildung zu optimieren und für Lehrkräfte anderer Fächer und Schulstufen anzupassen. Die Ergebnisse werden anschließend aufbereitet und an Bildungspolitik und die breite Öffentlichkeit vermittelt, um die strukturelle und inhaltliche Integration von KI und Datenkompetenz in der Lehrer- und Schulbildung EU-weit und nachhaltig zu fördern.