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Meldung

Christoph Meinel zum neuen Vorsitzenden von „MINT Zukunft schaffen“ gewählt

Professor Christoph Meinel ist auf der Mitgliederversammlung der Nationalen Initiative „MINT Zukunft schaffen“ am 9. Mai zum neuen Vorsitzenden des Vorstands gewählt worden. Seit 2008 setzt sich der Verein für die Begeisterung junger Menschen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ein, dem auch die Gesellschaft für Informatik e.V. angehört.

Der bekannte Informatiker und digitale Bildungsexperte Meinel ist Direktor des Hasso-Plattner-Instituts für Digital Engineering in Potsdam und seit vielen Jahren GI-Mitglied. Er folgt auf Dr. Thomas Sattelberger, der seit Dezember 2021 als Parlamentarischer Staatssekretär für das Bundesministerin für Bildung und Forschung (BMBF) tätig ist. Sein Vertreter ist GI Past-President Professor Hannes Federrath.

„Nach dreizehn Jahren des Aufbaus und der Leitung der Nationalen Initiative MINT Zukunft schaffen freut es mich außerordentlich, dass der Vorsitz heute an Herrn Prof. Meinel übergeht, der nicht nur das Feld MINT exzellent kennt, sondern auch für digitale Bildung steht“, so Dr. Thomas Sattelberger, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF.

„Mit Prof. Meinel haben wir eine engagierte Persönlichkeit gewinnen können, die uns bereits in den letzten Jahren z.B. als Host für unsere Brandenburger Ehrungsfeiern oder als Podiumsteilnehmer auf unseren MINT-Konferenzen aktiv unterstützt hat. Zudem kommt er aus einem der Kernbereiche von MINT; dem „I““, sagt Harald Fisch, Geschäftsführer MINT Zukunft e. V..

„Das aktuelle MINT Nachwuchsbarometer zeigt, dass wir in Deutschland unsere Anstrengungen, junge Menschen für MINT-Fächer zu begeistern, dringend weiter verstärken müssen. Der Rückgang bei den Studierendenzahlen in den MINT-Fächern ist alarmierend und schadet dem Standort Deutschland und unserer Innovationsfähigkeit. Ich freue mich daher auf diese wichtige neue Aufgabe und Herausforderung“, so Meinel.

Professor Christoph Meinel (1954) ist Direktor und Geschäftsführer des Hasso-Plattner-Instituts für Digital Engineering gGmbH (HPI) und war Gründungsdekan der Digital Engineering Fakultät der Universität Potsdam. Am HPI leitet er außerdem das Fachgebiet für Internet-Technologie und Systeme. Meinel ist u. a. Mitglied der acatech, der Nationalen Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und Gastprofessor an Universitäten im In- und Ausland. Er hat mit seinem Team die erste europäische MOOC-Plattform openHPI entwickelt, leitete von 2017 - 2021 die vom Bundesforschungsministerium geförderte Entwicklung einer Schul-Cloud, die heute in vielen Bundesländern im Einsatz ist, und ist Programm-Direktor des HPI-Stanford Design Thinking Research Program.

Die Tätigkeit des Vorstands bei „MINT Zukunft schaffen“ ist ehrenamtlich. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für drei Jahre gewählt. Schirmherr der Initiative ist Bundeskanzler Olaf Scholz.

Über „MINT Zukunft schaffen“

Die Nationale Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ hat den Schwerpunkt, Schülerinnen und Schüler für MINT zu begeistern und Schulen im Bereich MINT zu motivieren, zu fördern und auszuzeichnen. Dafür nimmt die Initiatitive insbesondere die MINT-Profile von Schulen im Allgemeinen sowie des Informatik- bzw. Digitalisierungsprofils im Besonderen durch die Programme „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“ in den Blick. Die weiteren Ziele der Nationalen Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ sind die Erhöhung der Zahl der Studienanfänger:innen in MINT-Studiengängen an den Hochschulen in Deutschland und dabei insbesondere die Erhöhung des Frauenanteils, die Sicherung und Steigerung der Qualität der Absolvent:innen von MINT-Studiengängen und -Ausbildungsberufen.

Über das Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang „IT-Systems Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatikstudium an, das von derzeit rund 700 Studierenden genutzt wird. In den fünf Masterstudiengängen „IT-Systems Engineering“, „Digital Health“, „Data Engineering“, „Cybersecurity“ und „Software Systems Engineering“ können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 300 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI 22 Professorinnen und Professoren sowie über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Irvine, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.

Prof. Dr. Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik und Leiter des Fachgebiets Internet-Technologien und -Systeme.
© HPI/KAY HERSCHELMANN - KAY HERSCHELMANN