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Beitrag in LaTeX formatieren

LaTeX ist ein Werkzeug um Texte einheitlich zu formatieren. Verschiedene Arten von Elementen, z.B. Überschrift, Autor*in, Literaturangaben, werden in LaTeX gekennzeichnet, sodass die Formatierung, wie Schriftart, Größe, Zeilenabstand, für jede Art von Element einheitlich definiert werden kann.

Die Gesellschaft für Informatik stellt für Beiträge folgende Vorlage zur Verfügung:

Template for Lecture Notes in Informatics (LNI) Manuscripts

Einen Beitrag formatieren in 5 Schritten

Die Vorlage für die INFORMATIK 2026 finden Sie hier:

Template for Lecture Notes in Informatics (LNI) Manuscripts

Wenn Sie sich bei Overleaf registrieren, können Sie die Vorlage direkt im Browser öffnen. Dazu sind keine weiteren Installationen notwendig.

Wenn Sie LaTeX auf Ihrem Rechner installieren und offline verwenden möchten, finden Sie dazu hier eine Anleitung.

Falls Sie sich dazu entscheiden, Overleaf zu verwenden, benötigen Sie keine weiteren Installationen. Sie können Overleaf in Ihrem Browser öffnen. Dazu müssen Sie sich bei Overleaf registrieren. Overleaf ist ein Programm, dass Dateien, die in LaTeX geschrieben wurden, zu einem PDF formatieren kann. Es kann auch das bearbeiten von Dateien in der LaTeX Sprache erleichtern. Die Dateien liegen dazu online in der Overleaf Cloud.

Overleaf ist in 3 Spalten organisiert. Ganz links findet sich eine Liste mit Dateien. Sie sollten ihren Beitrag in die Datei "lni-author-template.tex" eintragen. In der Datei "lni-paper-example-de.tex" finden Sie noch weitere Beispiele für häufige Funktionen.

In der mittleren Spalte in Overleaf sehen Sie den LaTeX Code, den Sie bearbeiten können.

In der rechten Spalte ist schließlich eine Vorschau, wie das fertige, "kompilierte", Dokument aussieht. Um die Vorschau zu aktualisieren, müssen sie in der rechten Spalte oben den grünen "Recompile" Knopf drücken.

Latex Code besteht im Wesentlichen aus Funktionen der Form \name[Inhalt]{Inhalt}.

Probieren Sie es aus!

  • Fügen Sie zuerst unter \title[Ein Kurztitel]{Ein sehr langer Titel...} den Titel ihrer Arbeit ein. Die Funktion ist hierbei \title und die Teile [Ein Kurztitel und {Ein sehr langer Titel...} sind die Argumente der Funktion. Verändern Sie den Namen der Funktion niemals, sondern nur den INHALT zwischen ZWEI Klammern. Es ist sehr wichtig, dass Sie die { geschwiffenen Klammern } nicht ausversehen löschen oder einzeln verwenden. Klammern müssen immer als Paar verwendet werden.
  • Tragen Sie Autor*innen in \author[1,2]{Firstname1 Lastname1}{firstname1.lastname1@affiliation1.org}{0000-0000-0000-0000} usw. ein. Die Zahl in den eckigen Klammern verweist auf die unter den Autor*innen gelisteten Affiliation \affil[1]{Universität 1\\Abteilung\\Straße\\Postleitzahl Ort\\Land}. Mehrere Affiliations können mit Komma getrennt genannt werden, z.B. [1,2]. Für die INFORMATIK sollten Sie Beiträge zunächst anonymisiert abgeben, ohne Autor*innen anzugeben.
  • Fügen Sie ihr Abstract zwischen \begin{abstract} Ihr Abstract Text hier \end{abstract} ein. Wie Sie sehen, haben unterschiedliche LaTeX Funktionen eine leicht unterschiedliche Syntax. Bei Environments dieser Art müssen Sie darauf achten, sie am Ende wieder zu schließen mit \end{abstract}.
  • Den gleichen Schritt wiederholen Sie mit den keywords.
  • Danach fügen Sie die ersten Überschrift in \section{Überschrift/Heading} ein. Weitere Unter-Überschriften können Sie mit \subsection und \subsubsection usw. hinzufügen. Die Überschriften werden automatisch nummeriert.
  • Nun können sie darunter den Fließtext ihres Beitrags einfügen.

Betätigen Sie den grünen "Recompile" Knopf oben in der rechten Spalte, um zu sehen, was Ihre Änderungen im Dokument bewirken. Probieren Sie Änderungen am besten immer sofort aus, um mögliche Fehler sofort zu erkennen.

Dieses Bild zeigt links den Quellcode des LaTeX Dokuments und rechts die kompilierte PDF. Die farblichen Markierungen weisen darauf hin, welche Codeblock links zu welchem Ergebnis rechts führt.

Literaturverweise in LaTeX sind komplex. Sie benötigen mehrere Teile:

  1. Eine .bib Datei im gleichen Ordner. Diese sog. Bibliothek enthält Informationen über die verwendete Literatur
  2. In der .tex Datei:
    • Am Anfang der .tex Datei ein Verweis auf die Verwendete .bib Datei
    • An entsprechender Stelle der Verweis auf die Literatur
    • Am Ende der .tex Datei ein Befehl, um das Literaturverzeichnis einzufügen

Wenn alle Teile korrekt verwendet werden, generiert LaTeX aus den gegebenen Informationen automatisch Belege in der korrekten zitierweise.

Literatur wird über einen Schlüssel angegeben. Im Befehl \cite{AB00} ist AB00 der Schlüssel. Anhand dieses Schlüssels wird die Literatur in der .bib Bibliothek nachgeschlagen. Ein Beispiel für eine .bib Datei mit einem Aufsatz in einem Sammelband und einem Buch könnte so aussehen:

@InBook{Az09,
  pages    = {135-162},
  title    = {Die Fußnote in LNI-Bänden},
  author   = {Azubi, L. and others},
  crossref = {Gl09},
}

@Book{AB00,
  title     = {Formatierungsrichtlinien für Tagungsbände},
  publisher = {Format-Verlag},
  year      = {2000},
  author    = {Abel, K. and Bibel, U.},
  address   = {Bonn},
}

Sie können Literatur manuell einpflegen. Die meiste Literaturverwaltungs-Software unterstützt aber auch den Export Ihrer Bibliographie als .bib. Dann müssen Sie nur sicherstellen, dass die .bib im richtigen Ordner liegt, am Anfang der .tex Datei mit dem Befehl \addbibresource{Dateiname.bib} eingebunden wird und, dass Sie im Text den richtigen Schlüssel verwenden.

Wenn Sie Ihren Beitrag in der INFORMATIK 2026 einreichen wollen, sollten Sie das kompilierte PDF hochladen. Außerdem müssen Sie den gesamten LaTeX-Code inklusive Ihrer .bib Bibliothek und allen eingebetten Bildern einreichen. Dazu fassen Sie den gesamten Ordner in einem .zip komprimierten Verzeichnis zusammen.
In Overleaf können Sie dazu oben links unter File > Download sowohl die PDF als auch eine .zip Datei mit ihrem Quellcode herunterladen.

Beispiele für häufige Sonderfälle

Die folgenden Beispiele finden Sie ebenfalls in der oben verlinkten LNI-Vorlage in der Datei lni-paper-example-de.tex

\begin{table}
\centering
\begin{tabular}{lll}
\toprule
Überschriftsebenen & Beispiel & Schriftgröße und -art \\
\midrule
Titel (linksbündig) & Der Titel \ldots & 14 pt, Fett\\
Überschrift 1 & 1 Einleitung & 12 pt, Fett\\
Überschrift 2 & 2.1 Titel & 10 pt, Fett\\
\bottomrule
\end{tabular}
\caption{Die Überschriftsarten}
\label{tab:demo}
\end{table}
  
\subsection{Abbildungen}
\Cref{fig:demo} zeigt eine Abbildung.

\begin{figure}
  \centering
  \includegraphics[width=.8\textwidth]{example-image}
  \caption{Demographik}
  \label{fig:demo}
\end{figure}
Die korrekte Einrückung und Nummerierung für Formeln ist bei den Umgebungen \texttt{equation} und \texttt{align} gewährleistet.
\begin{equation}
  1=4-3
\end{equation}
Hier noch ein Beispiel für eine komplexere Formel:
\begin{align}
  2&=7-5\\
\left[ \frac{\int_{a}^{b} f(x) dx}{\sqrt{\sum_{i=1}^{n} (x_i - \bar{x})^2}} \right] 
    = \mathbf{M} \begin{pmatrix} 
        \alpha & \beta^{*} \\ 
        \gamma^{*} & \delta 
    \end{pmatrix} 
    + \varpi 
    \label{eq:complex}
\end{align}