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Mehr Transparenz bei der Entwicklung eines Bundesclients gefordert

Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) fordert mehr Transparenz bei der Entwicklung eines Bundesclients auf Windows-10-Basis

Bonn/Berlin, 7. Februar 2018 – Um den Einsatz von Windows 10 rechtskonform und sicher zu gestalten, wollen das Informationstechnikzentrum Bund (ITZ Bund) und der IT-Dienstleister der Bundeswehr BWI GmbH einen speziellen „Bundesclient“ entwickeln. Aufgrund der bekannten Datenschutz-Problematik von Windows 10 fordert der Präsidiumsarbeitskreis „Datenschutz und IT-Sicherheit“ der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) die Klärung einiger dringender Fragen, um eventuelle kostspielige und rechtlich bedenkliche Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Prof. Dr. Hannes Federrath, Präsident der Gesellschaft für Informatik e.V.: „Bevor ein Bundesclient entwickelt wird, muss in jedem Fall die Datenschutzkonformität eines solchen Systems sichergestellt sein. Nur durch Transparenz kann wirkliches Vertrauen in die IT-Sicherheit entstehen und gleichzeitig sichergestellt werden, dass deutsche und europäische Daten- und Geheimschutzgesetze eingehalten werden. Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung stellt hohe Anforderungen an die IT-Sicherheit, die wir derzeit nicht vollständig umgesetzt sehen.“

Darüber hinaus fordert die Gesellschaft für Informatik, den geplanten Bundesclient nicht nur für Behörden bereitzustellen, sondern auch der Bevölkerung und Unternehmen. „Eine solche Lösung kann auch ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstschutz von Firmen und Bürgern vor Web-Profiling und Industriespionage sein“, sagt Federrath, der als neu gewählter GI-Präsident seit Januar 2018 der Fachgesellschaft der Informatikerinnen und Informatiker Deutschlands vorsteht.

Die vollständige Stellungnahme des Präsidiumsarbeitskreises „Datenschutz und IT-Sicherheit“ kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://gi.de/themen/beitrag/forderungen-hinsichtlich-der-entwicklung-eines-bundesclients-auf-windows-10-basis/

Über die Gesellschaft für Informatik e.V.

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist mit rund 20.000 persönlichen und 250 korporativen Mitgliedern die größte und wichtigste Fachgesellschaft für Informatik im deutschsprachigen Raum und vertritt seit 1969 die Interessen der Informatikerinnen und Informatiker in Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Gesellschaft und Politik. Mit 14 Fachbereichen, über 30 aktiven Regionalgruppen und unzähligen Fachgruppen ist die GI Plattform und Sprachrohr für alle Disziplinen in der Informatik. Weitere Informationen finden Sie unter www.gi.de.

Pressekontakt:

Daniel Krupka

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