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Meldung

Von der Krise bis zum Konzert – Das war das KI-Camp 2023

Gemeinsam mit über 200 Teilnehmenden stießen das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Gesellschaft für Informatik e.V. auf der interdisziplinären Science Convention „KI-Camp“ am 26. April zum dritten Mal zahlreiche Debatten zum Thema Künstliche Intelligenz an.

Am Mittwoch, den 26. April, fand die dritte Ausgabe des KI-Camps in Berlin statt.

Um 09:15 eröffneten Julia Meisner und Maike Klein von der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) sowie Ute Bernhardt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Programm mit einem Appell an alle Teilnehmenden: „Vernetzt euch! Sprecht miteinander! Und taucht in Forschungsbereiche ein, die vielleicht noch neu für euch sind.“ Und genau das taten die rund 180 Teilnehmenden und über 40 eingeladenen Sprecher*innen, als sie sich im Anschluss auf sechs Thementracks verteilten.

Gelegenheit zum Eintauchen in KI-Forschungsfelder gab es reichlich, denn in den Thementracks „Society“, „Health“, „Arts and Media“, „Sustainability I: eColionialism“, „Sustainability II: Green IT“ und „MISC“ boten Workshops, Vorträge und Fishbowl-Diskussionen abwechslungsreichen Input.

KI in der Krise?

Während das Programm von KI im Sport über medizinische Anwendungen bis hin zu Kunst-Kuration eine breite Palette an Forschungsbereichen abdeckte, verband eine zentrale Frage die unterschiedlichen Themen: Wie werden wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht, KI nicht zum Schaden einzelner Personengruppen und unserer Umwelt einzusetzen? Schon in den Workshops am Vormittag bekamen die Teilnehmenden daher praktische Maßnahmen für den Umgang mit Daten-Bias an die Hand oder suchten nach Lösungen, KI-Anwendungen nachhaltiger zu gestalten. Im Anschluss diskutierte das Opening Panel die Rolle von KI in Krisenzeiten. Dabei machten die vier internationalen Panelists unter anderem deutlich, wie groß die strukturelle Tragweite von KI ist und zeigten auf, wie viele wichtige und diverse Forschungsarbeiten es bereits zum Themenfeld gibt. Nach der Mittagspause gingen die Diskussionen in Vortrags-und Fishbowl-Sessions von technologischer Gewalt bis zu digitaler Gerechtigkeit weiter.

Am Abend wurde es nochmal spannend: Nach der Keynote von Alex J. Champandard, der gemeinsam mit den Teilnehmenden mögliche KI-Zukünfte skizzierte, kürten die GI und das BMBF die zehn KI-Newcomer*innen des Jahres in fünf Disziplinen. Alle Gewinner*innen waren vor Ort und präsentierten faszinierende Impulse zu ihrer Arbeit. Erneut wurde dabei die Vielfalt der KI-Forschung und die Relevanz des interdisziplinären Austauschs deutlich. Nach der Auszeichnung und abschließenden Worten von Prof. Dr. Ina Schieferdecker (BMBF) und Prof. Dr. Alexander Steen (Fachbereich Künstliche Intelligenz der GI) ließen die Teilnehmenden, Speakers und das KI-Camp Team den Abend bei mehreren KI-Musik-Performances, unter anderem von Newcomer Moisés Horta Valenzuela (aka Hexorcismos), ausklingen.

Netzwerken in der Design Factory

Eine Besonderheit des Tages war auch der Veranstaltungsort. Die Factory Berlin Görlitzer Park unterstrich mit ihren individuell designten Räumen den Charakter des KI-Camps. Ob die Teilnehmenden es sich auf den bunten Sofas des Kinos gemütlich machten, beim Lunch in der Cafeteria diskutierten oder den industriellen Gängen zur nächsten Session folgten – überall lud die außergewöhnliche Atmosphäre zum Verweilen und Netzwerken ein. Ein zusätzliches Highlight war die KI-Kunst Ausstellung, die sich mit mehreren audio-visuellen Werken über die Räume erstreckte. Eine Nasch-Bar und KI-Camp Tattoos sorgten für das gewisse Extra und auch das Projekt-Maskottchen Furby, einigen noch bekannt als erster Roboter ihrer Kindheit, erfreute sich großer Beliebtheit.

Ausgewählte Sessions, wie das Opening Panel und die Keynote, konnten Interessierte im Livestream verfolgen. Sie werden in Kürze auf kicamp.org sowie dem YouTube-Kanal der GI veröffentlicht und stehen dort zum Nachschauen bereit.

 

Über das KI-Camp 2023

Das KI-Camp ist die erste transdisziplinäre Forschungs-Convention für Wissenschaftler*innen zum Thema Künstliche Intelligenz. Die dritte Ausgabe des Kooperationsprojekts des BMBF und der GI begann am 24. März 2023 mit einem digitalen Community Day und brachte die Teilnehmenden am 26. April vor Ort in Berlin zusammen. Initiiert wurde das KI-Camp 2019 im Rahmen des Wissenschaftsjahrs – Künstliche Intelligenz.

Die Projektleitung des KI-Camps Maike Klein und Julia Meisner stehen auf einer Bühne und eröffnen die Convention KI-Camp 2023. Im Hintergrund ist eine Leinwand mit dem KI-Camp Logo in den Farbtönen lila, rot und blau zu sehen.
Die Projektleiterinnen Maike Klein und Julia Meisner (GI) eröffnen das KI-Camp 2023. © BMBF / Christina Czybik
Ein Speaker des Workshops zeigt den Teilnehmenden eine Szene aus einem Konzert, in dem das Publikum Smartphones in die Luft hält.
Beim Deep Dive Workshop des Art-Tracks konnten Teilnehmende hinter die Kulissen der KI-Kunst- und Musikproduktion blicken. © BMBF / Christina Czybik
Die KI-Newcomerin Viktoriya Olari steht vor einem Podium mit der Aufschrift "KI-Camp 2023". Im Hintergrund läuft eine Präsentation zu ihrer Forschung.
Viktoriya Olari, KI-Newcomerin in der Kategorie „Informatik“ präsentiert ihre Forschung zu AI Playgrounds, die Schüler*innen befähigen, KI und Data Science ethisch, kritisch und gestaltend zu nutzen. © BMBF / Christina Czybik
Die Künstlerin Portrait XO gibt eine audio-visuelle Performance.
Das AI Concert mit Performances verschiedener Genres rundete den ereignisreichen Tag ab. © BMBF / Christina Czybik