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Meldung

GI veröffentlicht Policy Brief zu Routersicherheit

Router sind Ziel von Cyberkriminalität und staatlich gesteuerten Cyberangriffen. Der neue GI Policy Brief zeigt, wie Deutschland seine Souveränität bei kritischer Netzwerktechnik sichern kann.

Cyberangriffe über kompromittierte Router häufen sich mit aktuellem Beispiel in der Berliner Verwaltung. Dies gelingt durch das Ausnutzen offener Sicherheitslücken, unabhängig davon ob diese auf Fahrlässigkeit oder bewusst eingebauten Hintertüren beruhen. Laut einer Studie der GI von Juni 2026 enthalten die Small Office/Home Office Router der führenden außereuropäischen Hersteller auffällig viele Sicherheitslücken, die nicht behoben werden, während der untersuchte europäische Routerhersteller ein wesentlich höheres Sicherheitsniveau aufweist. Mit Blick in die USA könnte sich der Marktanteil der außereuropäischen Hersteller in nur wenigen Jahren drastisch erhöhen. Der GI Policy Brief Nr. 6 empfiehlt deshalb jetzt präventiv tätig zu werden:

Die Sicherheitsanforderungen an Router sollten nach Einsatzkontext gestaffelt werden, von Basisstandards für Heimnetze bis zu strengen Prüfungen für kritische Infrastrukturen, mit dem BSI in der Federführung. EU und Bundesregierung sollten prüfen, welche Elemente des Cybersecurity Act 2 sich auf den Endgerätemarkt übertragen lassen. Internetanbieter sollten die Herkunft ihrer Geräte offenlegen und Komponentenverzeichnisse öffentlich zugänglich sein. Die Bundesnetzagentur sollte die Herstelleranteile regelmäßig beobachten und Schwellenwerte für kritische Abhängigkeiten festlegen, damit Konzentrationen frühzeitig erkannt werden.

Zum Policy Brief

Grafik zum GI Policy Brief 09/26 „Router-Sicherheit und digitale Souveränität“. Links ist das Titelblatt des Policy Briefs abgebildet, rechts steht auf gelbem Hintergrund „Jetzt verfügbar“.