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Meldung

Katharina Zweig und Bernhard Schölkopf mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Große Auszeichnung für die Informatik: Mit Prof. Dr. Katharina Zweig und Prof. Dr. Bernhard Schölkopf wurden am 1. Oktober 2025 zwei GI-Mitglieder mit dem Bundesverdienstkreuz durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geehrt. Mit ihrer Arbeit prägen sie maßgeblich den verantwortungsvollen Umgang mit künstlicher Intelligenz und leisten einen herausragenden Beitrag für Wissenschaft und Gesellschaft.

Am 1. Oktober 2025 ehrte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue 25 Bürger*innen anlässlich des Tags der Deutschen Einheit mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland – darunter zwei Mitglieder der Gesellschaft für Informatik: Prof. Dr. Katharina Zweig und Prof. Dr. Bernhard Schölkopf.

Katharina Zweig widmet sich in ihrer Forschung den ethischen Fragen rund um künstliche Intelligenz. An der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau entwickelt sie Methoden, um die Qualität und Fairness von KI-Systemen messbar zu machen. Darüber hinaus hat sie das „Center for Ethics and the Digital Society“ mitgegründet, um den interdisziplinären Austausch über gesellschaftliche Auswirkungen digitaler Technologien zu fördern. Als Wissenschaftskommunikatorin engagiert sie sich zudem in öffentlichen Debatten und erklärt in Sachbüchern anschaulich, wie maschinelles Lernen funktioniert und welche Folgen es für Individuen und die Gesellschaft hat. Für Katharina Zweig steht fest: Künstliche Intelligenz muss im Einklang mit den Werten einer demokratischen Gesellschaft stehen, und diese müssen heute mehr denn je verteidigt werden.

Bernhard Schölkopf zählt zu den führenden Köpfen der Forschung im Bereich des maschinellen Lernens. In Tübingen hat er entscheidend am Aufbau des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme mitgewirkt und die Region zu einem Zentrum für künstliche Intelligenz gemacht. Um die Spitzenforschung stärker mit der Praxis zu vernetzen, hat er das „Cyber Valley“ in Stuttgart und Tübingen mitinitiiert. Zudem gründete er das Europäische Laboratorium für Lernen und Intelligente Systeme, das Forschende in ganz Europa zusammenbringt. Für Schölkopf ist klar: Die tiefgreifenden Veränderungen durch künstliche Intelligenz müssen aktiv gestaltet werden, damit sie den freiheitlichen und demokratischen Werten dienen.

Mit der Auszeichnung von Katharina Zweig und Bernhard Schölkopf wird deutlich, wie sehr Informatiker*innen heute das Gemeinwohl prägen – durch herausragende wissenschaftliche Leistungen ebenso wie durch ihr Engagement für eine verantwortungsvolle Gestaltung der digitalen Transformation. Die Gesellschaft für Informatik gratuliert beiden Mitgliedern sehr herzlich zu dieser besonderen Ehrung.

Portraitfotos von Katharina Zweig und Bernhard Schölkopf
© Felix Schmitt/Friedrun Reinhold