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SUMMARY:ITeG-Ring­vor­le­sung: „Par­la­men­te für die Platt­for­men? Die Gr
 en­zen und Po­ten­zia­le von De­mo­kra­tie und Selbst­be­stim­mung auf di­g
 i­ta­len Diens­ten.“ 
DESCRIPTION:In der ITeG-Ringvorlesung „Digitale Gesellschaft – eine Gestalt
 ungsaufgabe“, wird am 21. Dezember 2022 Prof. Dr. Matthias C. Kettemann Ein
 blicke geben zum Thema „Parlamente für die Plattformen? Die Grenzen und Pot
 enziale von Demokratie und Selbstbestimmung auf digitalen Diensten“.\n\n\n\
 nMatthias C. Kettemann ist Professor für Innovation, Theorie und Philosophi
 e des Rechts am Institut für Theorie und Zukunft des Rechts der Universität
  Innsbruck. Er ist außerdem Forschungsprogrammleiter und Senior Researcher 
 am Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut, Hamburg; Fo
 rschungsgruppenleiter und Forschungsprojektleiter am Alexander von Humboldt
  Institut für Internet und Gesellschaft, Berlin; Head of Section am Max-Pla
 nck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht; und Mitg
 lied des Vorstands und Forschungsgruppenleiter am Sustainable Computing Lab
 , Wirtschaftsuniversität Wien. Prof. Kettemann ist weiterhin assoziierter W
 issenschaftler am Teilinstitut Hamburg des Forschungsinstituts Gesellschaft
 licher Zusammenhalt, assoziierter Forscher und Convener des Frankfurter Int
 ernetkolloquiums am Forschungsverbund „Die Herausbildung normativer Ordnung
 en“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main und externes assoziiertes Mitg
 lied des Forschungsnetzwerks „Human Factor in Digital Transformation“ (HFDT
 ) der Karl-Franzens-Universität Graz.\n\n\n\nZusammenfassung seines Vortrag
 s:\n\n\n\nPlattformen setzen Regeln, Plattformen setzen diese Regeln durch 
 (auch durch algorithmische Systeme) und Plattformen sitzen zu Gericht über 
 die Anwendung dieser Regeln. Ihre Macht jedoch wird in der Regel "checks an
 d balances" nicht unterworfen. Wie ist diese vormodern anmutende Verfügung 
 über Rechte und Pflichten zu legitimieren? Es beginnen sich Wege herauszukr
 istallisieren, um die Legitimationsdefizite der Online-Ordnung auszugleiche
 n. Diese können entweder darauf hinauslaufen, den Einfluss der Zivilgesells
 chaft auf die Plattform-Governance durch Transparenz, Konsultationen und Pa
 rtizipation zu erhöhen. Der andere Ansatz versucht eine rechtsstaatliche An
 twort zu geben und die Plattform-Governance denselben rechtsstaatlichen Gru
 ndsätzen zu unterwerfen. Vor diesem Hintergrund analysiert der Beitrag neue
 re „Parlamentarisierungstendenzen“ der Plattformbetriebe: Ein großes sozial
 es Netzwerk hat ein Oversight Board eingerichtet, das bei inhaltlichen Ents
 cheidungen und algorithmischen Empfehlungen helfen soll. Das gleiche sozial
 e Netzwerk experimentiert mit deliberativen Prozessen in großem Maßstab. Ei
 n Spiele-Label experimentiert mit Spielerräten, die den Programmierer*innen
  helfen sollen, spannende Spieldesign-Entscheidungen zu treffen. Der Beirat
  des deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehens möchte ein Bürger*innengre
 mium einrichten, um mehr Einfluss auf Programmentscheidungen zu nehmen; und
  die größte Online-Wissensplattform der Welt lässt seit ihrer Gründung die 
 Nutzer*innen (und Nutzer*innen-Redakteur*innen) über inhaltliche Konflikte 
 entscheiden. Können die Plattformen hier Demokratie lernen?\n\n\n\nDie Vorl
 esungen finden online statt (über Zoom). Den Link für das Zoom-Meeting sowi
 e die Meeting-ID finden Sie auf der folgenden Webseite: www.uni-kassel.de/g
 o/iteg-lectures
LOCATION: ITeG – Wissenschaftliches Zentrum für Informationstechnik-Gestalt
 ung, Universität Kassel
DTSTAMP:20221102T122513Z
DTSTART:20221221T160000Z
DTEND:20221221T180000Z
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