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SUMMARY:ITeG-Ringvorlesung: "Mathematik der Begriffe - Maschinenwissen mens
 chengerechter machen"
DESCRIPTION:In der ITeG-Ringvorlesung "Digitale Gesellschaft - eine Gestalt
 ungsaufgabe" wird am 31. Januar 2024 Prof. em. Dr. Bernhard Ganter Einblick
 e geben zum Thema "Mathematik der Begriffe: Maschinenwissen menschengerecht
 er machen".\n\nBernhard Ganter ist Mathematiker und emeritierter Professor 
 für algebraische Strukturtheorie am Institut für Algebra an der TU Dresden.
  Ganter befasste sich zunächst mit Allgemeiner Algebra, Ordnungstheorie, Di
 skreter Mathematik und mit Verbindungen zwischen diesen Gebieten. 1974 wurd
 e er mit einer Dissertation zum Thema Kugelbahnen an der TH Darmstadt (heut
 e TU) promoviert. 1978 wurde er an den Fachbereich Mathematik an der TU Dar
 mstadt berufen. Dort gehörte er der Forschungsgruppe Begriffsanalyse an, di
 e, unter Leitung von Rudolf Wille, Anfang der 1980er Jahre die neue Arbeits
 richtung Formale Begriffsanalyse begründet und ausgearbeitet hat. Ganter is
 t Mitautor und Mitherausgeber etlicher grundlegender Veröffentlichungen zu 
 diesem Thema; darunter das Standardwerk Formale Begriffsanalyse – Mathemati
 sche Grundlagen und Formal Concept Analysis. Foundations and Applications.\
 n\n1993 wurde Ganter an das Institut für Algebra an der TU Dresden berufen.
  Dort entwickelte er die Theorie der Formalen Begriffsanalyse weiter, insbe
 sondere die Methode der Merkmalexploration. Dabei entstand aus Vorlesungen 
 ein Lehrbuch zur Ordnungstheorie: Diskrete Mathematik - Geordnete Mengen.\n
 \n2008 begründete er gemeinsam mit Volker Nollau das Erlebnisland Mathemati
 k, eine Dauerausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden. Zahlreiche 
 der dort gezeigten Exponate sind von ihm konzipiert.\n\nZusammenfassung sei
 nes Vortrags:\n\nSeit Jahrzehnten verändern Informationstechnik und Informa
 tik mit ihren teils atemberaubenden Fortschritten unser Leben. Oft haben da
 bei mathematische Hilfsmittel eine Rolle gespielt. Das wiederum hat erhebli
 chen Einfluss auf die Mathematik gehabt, die ihre Methoden anpassen und erw
 eitern musste, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. So ist es auch
  bei den neuen KI-Werkzeugen, deren Leistungsfähigkeit in den letzten Monat
 en besondere Aufmerksamkeit gefunden hat, und allgemeiner bei der weiterhin
  wachsenden Bedeutung von Wissensverarbeitung. Immer drängender stellen sic
 h nun allerdings Fragen nach der Rolle des menschlichen Denkens in einer so
 lchen Wissensverarbeitung, nach Rationalität, Kontrolle und Überprüfbarkeit
  der maschinenerzeugten „Erkenntnisse“.\n\nKönnte die Mathematik auch dafür
  etwas leisten? Könnte sie helfen, Verfahren nicht nur effizienter und präz
 iser zu machen, sondern auch besser verständlich, intuitiver und menschenge
 rechter? Überraschenderweise gibt es dafür schon seit Langem Ansätze, die z
 u umfangreicher Theoriebildung geführt haben. Eine solche Arbeitsrichtung, 
 die eine mathematisch fundierte begriffliche Wissensverarbeitung entwickelt
 , wird im Vortrag vorgestellt und eingeordnet.
LOCATION:ITeG - Wissenschaftliches Zentrum für Informationstechnik-Gestaltu
 ng, Universität Kassel
DTSTAMP:20231024T105547Z
DTSTART:20240131T160000Z
DTEND:20240131T180000Z
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