Meldung

Zukunft der Arbeitswelt: BSA, Gesellschaft für Informatik und Fraunhofer IUK diskutieren in Berlin

„Jeder Job ist ein Software Job“ – unter diesem Motto lud die BSA | The Software Alliance, zusammen mit der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) und dem Fraunhofer IuK-Verbund, am 12. März 2019 ins Fraunhofer Forum nach Berlin ein. Ziel der Abendveranstaltung war es innovative Visionen für Arbeitskräfte zu diskutieren und den transatlantischen Austausch anzuregen.

Victoria Espinel, Präsidentin und CEO der BSA, einem internationaler Interessenverband von Softwareanbietern mit Sitz in Washington DC, eröffnete mit einer Keynote zur notwendigen Entwicklung digitaler Kompetenzen bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Sie appellierte dabei an das Verständnis von Software als zentraler Aspekte der Arbeitswelt, ein Trend der sich in den kommenden Jahren immer weiter verstärken wird. Sie betont: „Angefangen von der hochentwickelten Fertigung bis hin zu neuen Ansätzen im Kundenservice und Einzelhandel – kein Job bleibt derselbe. Wir müssen überlegen, inwiefern sich auch unser Bildungsmodell anpassen muss, um jene Fähigkeiten und Interessen zu wecken und zu fördern, die zu einer erfolgreichen Karriere im digitalen Zeitalter notwendig sind.“

Verschiedene Ansätze und Herausforderungen aus der Praxis veranschaulichten diesen Bedarf: Kinder werden spielerisch ans Programmieren herangeführt. Die duale Berufsausbildung in Deutschland integriert zunehmend Technologie und Software in unterschiedlichen Sparten. In der betrieblichen Weiterbildung wird der Herausforderung begegnet, dass durch technologische Innovation neue Tätigkeitsbereiche in Betrieben entstehen.

Im Anschluss moderierte Daniel Krupka, Geschäftsführer der GI, eine Podiumsdiskussion mit Victoria Espinel, Prof. Dr. Ina Schieferdecker (Leiterin des Fraunhofer FOKUS), Dr. Jürgen Siebel (Head of International Business bei Siemens Professional Education) und den Bundestagsabgeordneten Ronja Kemmer (CDU), Danyal Bayaz (Bündnis 90/Grüne) und Mario Brandenburg (FDP). Es herrschte Einigkeit darüber, dass das deutsche Bildungssystem auf allen Ebenen neuen Herausforderungen der Digitalisierung begegnen muss. Nur so können Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen den Anforderungen der Digitalisierung Rechnung tragen. Gleichzeitig entstehen aber auch neue Branchen und Berufsbilder. Die Chancen, die dadurch geschaffen werden, dürfen nicht verpasst werden.

Podium, Referentinnen und Referenten; Copyright: Fraunhofer IUK-Verbund
Daniel Krupka (GI) und Victoria Spinel (BSA); Copyright: Fraunhofer IUK-Verbund
Podiumsdiskussion; Copyright: Fraunhofer IUK-Verbund
Victoria Spinel (BSA); Copyright: Fraunhofer IUK-Verbund