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Sonderpreis Informatik bei "Jugend forscht" vergeben

Der Sonderpreis Informatik geht in diesem Jahr an Robert Pietsch (16) vom Staatlichen Heinrich-Heine-Gymnasium, Kaiserslautern für das Projekt "Rauschender Zufall - Erzeugung und Optimierung nichtdeterministischer Zufallszahlen". Der Preis ist mit 1.500 EUR dotiert.

In jedem Jahr vergibt die GI beim Wettbewerb "Jugend forscht" einen Sonderpreis für Arbeiten, die in besonderer Weise den Nutzen der Informatik verdeutlichen. Die Siegerinnen und Sieger des 54. Bundeswettbewerbs von Jugend forscht wurden am 19. Mai in Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek in Chemnitz ausgezeichnet.

Den Sonderpreis Informatik übergab im Namen der GI Prof. Dr. Michael Fothe von der Universität Jena an Robert Pietsch für die Erzeugung und Optimierung nichtdeterministischer Zufallszahlen:

Wer etwas im Internet bestellt, verlässt sich auf eine sichere Übertragung seiner Zahlungsdaten – weshalb sie verschlüsselt werden. Eine zentrale Rolle bei vielen Verschlüsselungsverfahren spielen Zufallszahlen. Diese darf ein möglicher Angreifer nicht erraten, ansonsten kann er den Code knacken. Üblicherweise werden die Zufallszahlen durch Computeralgorithmen erzeugt. In den Augen von Robert Pietsch ist das ein Sicherheitsrisiko, denn im Grunde sind diese Zahlen nicht wirklich zufällig generiert. Daher entwickelte er einen Zufallsgenerator, der Zufallswerte aus natürlichen Prozessen „gewinnt“ – etwa aus dem Umgebungsrauschen, das ein Mikrofon aufnimmt. Das Gerät wird per USB an einen Rechner angeschlossen und liefert dann die erforderlichen Zufallswerte für Verschlüsselungsprogramme.

Prof. Dr. Michael Fothe mit Robert Pietsch, (c) Stiftung Jugend forscht