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Rückgang der Studierendenzahlen in der Informatik: Umdenken erforderlich

Mit großer Sorge beobachtet die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) den kontinuierlichen Rückgang der Studierendenzahl in der Informatik. Nach neuesten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes haben im Wintersemester 2006/2007 erneut 5% weniger junge Leute ein Studium der Informatik aufgenommen.

Mit großer Sorge beobachtet die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) den kontinuierlichen Rückgang der Studierendenzahl in der Informatik. Nach neuesten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes haben im Wintersemester 2006/2007 erneut 5% weniger junge Leute ein Studium der Informatik aufgenommen. Nach dem Höhepunkt im Jahr 2000 mit rund 38.000 Studienanfänger/inne/n in der Informatik haben zum Wintersemester 2006/2007 nur noch rund 28.350 Studierende ein Informatikstudium begonnen.

"Dieser Rückgang ist dramatisch und erfordert ein konzertiertes Handeln", sagte GI-Präsident Matthias Jarke. Auch wenn demografische Faktoren sowie die Erhebung von Studiengebühren sicher Einfluss auf die Erstimmatrikulationen habe, sei ein weiterer Rückgang von 5% in der Informatik nicht hinnehmbar. "Gut ausgebildet Informatikerinnen und Informatiker haben nach wie vor hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt", so Jarke. Darüber hinaus sei es für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gerade in Schlüsselbranchen wie der Automobilindustrie wichtig, ausreichend eigenen IT-Nachwuchs zu haben.

Als eine Möglichkeit, die Studienanfängerzahlen in der Informatik zu verbessern nennt Jarke, bereits ab der Sekundarstufe 1 die informatische Grundbildung in der Schule zu verankern: "Die Gesellschaft für Informatik setzt sich seit langem dafür ein, bereits früh in der Schule mit dem Informatikunterricht zu beginnen, um Kinder und Jugendliche an diese Zukunftstechnologie heranzuführen." Dies könne eine Möglichkeit sein, bereits Kinder für die Informatik zu begeistern, damit bei der späteren Studienauswahl auch das Fach Informatik präsent sei.

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) wurde 1969 in Bonn mit dem Ziel gegründet, die Informatik zu fördern. Sie verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Die Mitglieder der GI kommen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Lehre und Forschung. Derzeit hat die GI rund 24.000 Mitglieder und ist damit die größte Vertretung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum.

Bei Veröffentlichung Beleg erbeten. Vielen Dank!

30. November 2006, Cornelia Winter, Tel. 0228/302-147 

Gesellschaft für Informatik e.V. (GI)
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