Pressemitteilung

Mobiles Bildungsprojekt „Turing-Bus“ bringt Informatik nach Lübbenau

Lübbenau/Spreewald​​​​​​​, 28.05.2019 – Als dritte Station seiner Deutschland-Tour steuerte der nach Informatik-Pionier Alan Turing benannte Bus der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) und der Open Knowledge Foundation e.V. (OKF) im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2019 – Künstliche Intelligenz die Technikschule clever inside in Lübbenau an.

Die Infonautinnen und Infonauten von GI und OKF besuchen mit ihrem Bus Schulen und offene Werkstätten in ganz Deutschland. „Uns ist wichtig, das kritische Denken über Digitalisierung und ihre gesellschaftlichen Konsequenzen anzuregen. Der Blick auf die viel beworbene Künstliche Intelligenz wird deutlich realistischer, wenn Schüler*innen sie selbst programmieren und so verstehen lernen“, sagt Dr. Andrea Knaut, Projektleiterin des Turing-Busses.

In Lübbenau hielt der Bus am 28. Mai in der Technikschule „clever inside“ (Dammstraße 72). Von 9-15:30 Uhr konnten 97 Schülerinnen und Schüler des Paul-Fahlisch-Gymnasiums sowie des AWO Bildungszentrums Lübbenau sechs parallele Workshops zu Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung besuchen.

Der Nachmittag stand unter dem Titel „Alexa und Siri schlagen zurück – die Rache der Sprachassistenten“. Gemeinsam mit Forscher*innen der BTU (Dr. Suzana Alpsancar & Franka Schuster), des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft (Dr. Stefan Ullrich) und des Landesfachverbands Medienbildung Brandenburg e.V (Andreas Hackert) diskutierten die Schüler*innen im benachbarten Jenaplanhaus über Künstliche Intelligenz in ihrem Alltag.

Dr. Alpsancar von der BTU zeigte sich begeistert vom Besuch des Turing-Bus: „Der Turing-Bus leistet wichtige Bildungsarbeit im Zeitalter der Informationsgesellschaft. Das engagierte Team möchte nicht einfach nur Programmier-Kenntnisse vermitteln, sondern führt junge Menschen an die wichtigen gesellschaftlichen Fragen der Digitalisierung heran. Beispielsweise: Welche ethischen Kriterien müssen wir beim Einsatz von Sprachassistenten und künstlicher Intelligenz anlegen?“

Über den Turing-Bus
Der Turing-Bus wird von OKF und GI gemeinsam organisiert und vom Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft unterstützt. Er wird im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2019 – Künstliche Intelligenz vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Im Jahr 2018 ging der Turing-Bus zum ersten Mal im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2018 – Arbeitswelten der Zukunft auf Tour. Aktuelle Informationen zum Programm der Stationen und zusätzlichen Terminen gibt es unterhttps://www.turing-bus.de.

Über die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.

Die Open Knowledge Foundation Deutschland (OKF) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der sich seit 2011 für offenes Wissen, offene Daten, Transparenz und Beteiligung einsetzt. Die Arbeit des Vereins ist unabhängig, überparteilich, gemeinnützig und interdisziplinär. Der Verein ist eine Dachorganisation für rund 30 Projekte mit hoher konzeptioneller und finanzieller Eigenverantwortung.

Über die Gesellschaft für Informatik e.V.

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist mit rund 20.000 persönlichen und 250 korporativen Mitgliedern die größte und wichtigste Fachgesellschaft für Informatik im deutschsprachigen Raum und vertritt seit 1969 die Interessen der Informatikerinnen und Informatiker in Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Gesellschaft und Politik. Mit 14 Fachbereichen, über 30 aktiven Regionalgruppen und unzähligen Fachgruppen ist die GI Plattform und Sprachrohr für alle Disziplinen in der Informatik. Die Mitglieder binden sich an dieEthischen Leitlinien für Informatikerinnen und Informatiker der GI. Weitere Informationen finden Sie unterwww.gi.de.

Über das Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist das Thema des Wissenschaftsjahres 2019. Systeme und Anwendungen, die auf Künstlicher Intelligenz basieren, sind schon heute vielfach Bestandteil unseres Lebens: Industrieroboter, die schwere oder eintönige Arbeiten übernehmen oder smarte Computer, die in kurzer Zeit riesige Datenmengen verarbeiten können – und damit für Wissenschaft und Forschung unverzichtbar sind. Ganz abgesehen von virtuellen Assistenzsystemen, die zu unseren alltäglichen Begleitern geworden sind. Digitalisierung und Automatisierung werden in Zukunft weiter fortschreiten. Welche Chancen gehen damit einher? Und welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen? Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf unser gesellschaftliches Miteinander? Im Wissenschaftsjahr 2019 sind Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, im Dialog mit Wissenschaft und Forschung Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit und unterstützen den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft. Weitere Informationen finden Sie unter:www.wissenschaftsjahr.de

Pressekontakt:
Nikolas Becker
Gesellschaft für Informatik e.V. (GI)

Geschäftsstelle Berlin
im Spreepalais am Dom
Anna-Louisa-Karsch-Str.2,
10178 Berlin

Tel.: +49 (0)30 24009-865
Mail: presse@gi.de
Web: www.gi.de

 

Eröffnung der Turing-Bus-Station in Lübbenau/Spreewald
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