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Informatik-Biber bricht erneut Teilnehmerrekord

Das Interesse an Informatik ist an deutschen Schulen ungebrochen. Der Informatik-Biber erreicht mit 206.430 Schülerinnen und Schülern an 1.175 Schulen eine Rekordteilnahme. Das bedeutet einem Zuwachs von mehr als 20.000 im Vergleich zum Vorjahr. „Der Informatik-Biber ist ein hervorragendes Instrument, um die Attraktivität des Fachs Informatik zu steigern“, erläutert Dr. Wolfgang Pohl, Geschäftsführer der Initiative Bundesweit Informatiknachwuchs fördern (BWINF), den Hintergrund des Motivationsformats für den Bundeswettbewerb Informatik.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des als Breitenwettbewerb für die Jahrgangsstufen 5-13 konzipierten Informatik-Bibers kommen aus allen Bundesländern und aus einigen deutschen Schulen weltweit. Der Mädchenanteil ist mit 43,4 % erfreulich hoch. Mit 53.437 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist Bayern absolut am stärksten vertreten; relativ zur Gesamtschülerzahl wurde in Mecklenburg-Vorpommern am meisten gebibert, knapp dahinter liegt Sachsen. Dies sind auch die drei Bundesländer, in denen das Fach Informatik mit einem Pflichtanteil unterrichtet wird.

„Toll ist, dass der Informatik-Biber keine Vorkenntnisse verlangt, sondern mit grundlegenden Informatik-Kompetenzen wie logischem und strukturellem Denken zu bewältigen ist. Das macht den Kindern richtig viel Spaß, und wir Lehrer können so Informatik-Begabungen frühzeitig erkennen und weiterentwickeln“, betont Barbara Hönig von der Regionalen Schule Kosegarten. Ihre Schule hat mit 98,3% der Schülerinnen und Schüler teilgenommen und kann sich über einen Schulpreis freuen. Denn das Engagement von Schulen mit besonders hohen absoluten als auch relativen Teilnahmezahlen wird mit Preisen im Gesamtwert von mehr als 12.000 Euro belohnt.

Der Informatik-Biber ist die deutsche Beteiligung am „Bebras International Contest on Informatics and Computer Fluency“, der 2004 in Litauen gestartet wurde. In diesem Jahr waren über eine halbe Millionen Kinder und Jugendliche weltweit an Bebras-Wettbewerben in über 20 Ländern beteiligt. Träger der Initiative BWINF und damit auch des Informatik-Bibers sind die Gesellschaft für Informatik e. V. (GI), der Fraunhofer-Verbund IuK-Technologie und das Max-Planck-Institut für Informatik. Wie alle zentralen BWINF-Aktivitäten wird der Informatik-Biber vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Weitere BWINF-Projekte sind der Bundeswettbewerb Informatik, das Auswahlverfahren für das deutsche Team bei der Internationalen Informatik-Olympiade (IOI) und das Jugendportal einstieg-informatik.de.

Teilnehmerinnen tüfteln online an Fragen des Informatik-Bibers (C)BWINF