Pressemitteilung

GI-Juniorfellows 2014: fünf herausragende Persönlichkeiten ausgewählt

Zum zweiten Mal ernennt die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) herausragende junge Leute zu GI-Juniorfellows. GI-Juniorfellows zeichnen sich durch besondere wissenschaftliche Leistung, aber auch durch ihre Persönlichkeit aus. Die GI bietet den Junior-Fellows einen Rahmen, eigenverantwortlich Ideen zur Gestaltung der Informatik in Wissenschaft und Gesellschaft zu entwickeln und umzusetzen. Damit haben die Junior-Fellows die Gelegenheit, in die GI hineinzuwirken und mit national und international renommierten Informatikerinnen und Informatikern in Kontakt zu kommen. Sie beraten Vorstand und Präsidium und nehmen damit maßgeblich Einfluss auf die Ausrichtung der GI. Die GI-Juniorfellows werden am 24. September 2014 auf der INFORMATIK 2014 in Stuttgart ausgezeichnet.

GI-Präsident Peter Liggesmeyer: „Ich freue mich, dass der Kreis der GI-Juniorfellows wächst und erhoffe mir eine fruchtbare Zusammenarbeit und einen interessanten Austausch, aus dem sich Projekte zur Förderung der Informatik entwickeln.“

Markus Enzweiler arbeitet in der Forschung & Vorentwicklung der Daimler AG an der videobasierten Umgebungserfassung für heutige und zukünftige Fahrerassistenzsysteme zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr. Seine Arbeiten im Bereich Fußgängererkennung wurden mehrfach durch nationale und internationale Preise ausgezeichnet.

Alexander von Gernler beschäftigt sich seit Langem mit digitalen Bürgerrechten, Privatsphäre und Kryptographie als konkrete Ausprägungen eines gesellschaftlichen Freiheitsbegriffs. Im Rahmen seines Fellowships möchte er Begeisterung für Informatik verbreiten, Akademia und Hackerszene besser vernetzen und im Angesicht der NSA-Enthüllungen Gegenmaßnahmen fördern, damit digitale bürgerliche Freiheiten weiterhin erhalten werden können.

Dominik Herrmann forscht an der Universität Hamburg am Arbeitsbereich Sicherheit in verteilten Systemen als Postdoc im Spannungsfeld zwischen Datenschutz und IT-Forensik. In seinen Arbeiten zeigt er auf, wie Internetnutzer mit Machine-Learning-Techniken noch umfassender überwacht werden können als bisher angenommen und wie technische Lösungen zu gestalten sind, mit denen sich Nutzer künftig besser vor unerwünschter Überwachung schützen können.

Walid Maalej leitet den Arbeitsbereich „Mobile Services & Software Engineering“ an der Universität Hamburg. Seine mehrfach ausgezeichnete Forschung bezieht sich auf die Schnittstelle zwischen Softwaretechnik und sozialen Aspekten der Informatik. Maalej organisiert internationale Events, hält öffentliche Vorträge über Informatik und engagiert sich für Nachwuchsförderung und Vielfalt in der Gesellschaft.

Ingo Scholtes lehrt und forscht am interdisziplinären Lehrstuhl für Systemgestaltung an der ETH Zürich. Er beschäftigt sich mit der Theorie komplexer Systeme und komplexer Netzwerke und deren Anwendung in der Analyse und Modellierung soziotechnischer Systeme, wie sie sich zunehmend in Gestalt vielerlei Informations- und Kommunikationssystemen finden.