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Fachtagung Klischeefrei: Mädchen und junge Frauen in die Informatik

Auf der 2. Fachtagung der Initiative Klischeefrei am 21. Mai in Berlin wurden Hürden und Möglichkeiten der Berufswahl aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Eine zentrale Frage ist: Wie bringt man Mädchen und junge Frauen in MINT-Berufe?

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey eröffnete die Fachtagung mit dem Appell, in allen Abschnitten des Bildungswegs Talente und Interessen von jungen Menschen zu fördern, ohne sich dabei von Geschlechterklischees leiten zu lassen. Der Fachkräftemangel in technischen, handwerklichen und pflegenden Berufen verstärke die Dringlichkeit zusehends. Die Politik sei daher gefordert, in der gesamten Bildungskette unterstützend einzuwirken, so die Ministerin.

Prof. Dr. Barbara Schwarze, Mitglied des Beirat IT-Weiterbildung der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), präsentierte, welche Faktoren besonders wichtig sind, um junge Frauen erfolgreiche an Informatik zu interessieren. Neben weiblichen Vorbildern, ginge es vor allem darum, früh praktische Erfahrungen machen zu können. Die GI arbeitet an vielen Stellen daran, Informatik für junge Menschen erlebbar zu machen, z.B. über die bundesweiten Informatikwettbewerbe und den Turing-Bus. Die Förderung von weiblichem Informatik-Nachwuchs ist ein Kernziel der GI.

Die Interdisziplinarität von technischen und sozialen Berufen stellt eine große Chance dar. In vielen Sparten sind inzwischen informatische Kompetenzen notwendig. Prof. Schwarze verwies in diesem Kontext unter anderem auf die Leitlinien für die Pflege 4.0 der GI.

Die Gesellschaft für Informatik ist Partner der Initiative Klischeefrei.

Prof. Dr. Barbara Schwarze
© Schauermann - GI e.V.