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Devcamp – die Informatiktage Karlsruhe: Digitalisierung in voller Fahrt

In Karlsruhe ist spürbar, dass die Stadt nicht nur eine Herzkammer unserer DevCamps ist sondern auch, dass im Umfeld zahlreicher Lehr- und Forschungseinrichtungen die Digitalisierung mit Schwung vorangetrieben wird. Unser DevCamp-Partner young targets hat hier seine Wurzeln und das DevCamp-Format mit dem Cyberforum – einem Zusammenschluss von IT-Unternehmen aus der Region – etabliert. So kamen am 8. Juni mehr als 100 Studierende bei der Firma diva-e Digital Value Excellence GmbH  zusammen, um in Workshops und Sessions mit beteiligten Unternehmen Digitalisierungsstrategein vorzustellen und zu diskutieren. Schwerpunktthema der Veranstaltung, das in Zusammenarbeit mit dem FZI entstand, lautetet „Künstliche Intelligenz und maschinelle Lernverfahren“, siehe auch Devcamp Karlsruhe.

Die Begrüßung der Teilnehmer nahm Prof. Dr. Andreas Oberweis vor, in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des FZI und ehemaliger Vizepräsident der GI. „Im Gegensatz zu vielen wissenschaftlichen Tagungen ermöglicht das Devcamp-Format in besonderer Weise die aktive Teilnahme aller Beteiligten“, sagte Oberweis. Als Gastgeber richtete Lisa Elkenhans das Wort an die Teilnehmenden.

Seit dem letzten Jahr 2017 beteiligt sich die GI an den Devcamps und hat das Format weiterentwickelt. Zu den Sessions im Barcamp-Format gibt es nun auch eingeladene Deep-Dive-Workshops, in denen die Themen tiefgehend bearbeitet werden können. In den Workshops sollen Fertigkeiten zum Tagungsschwerpunkt ebenso gelernt werden, wie Schlüsselqualifikationen, die nicht immer Gegenstand der Hochschulausbildung sind, wie etwa Projektmanagmentstrategien mit Scrum.

Lego Scrum: Scrum erleben – der agile Entwicklungsprozess in der Praxis

Scrum ausprobieren und in einem Beispielprojekt erleben – das ist auch ohne Programmier- oder Fachkenntnisse möglich. In diesem Workshop organisieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst die einzelnen Aufgaben in Sprints und werden dabei von den erfahrenen Coaches  Sergej Werfel und Moritz Tiedje von andrena objects betreut. Am Beispiel der Stadt aus Lego-Bausteinen erleben die Teilnehmenden, wie sich ein Team selbst organisiert und iterativ und inkrementell ein Produkt erschafft. Sie erfahren den Prozess der kontinuierlichen Verbesserung genau wie die entstehende Dynamik und Motivation. Die zahlreichen Parallelen zu realen Scrum-Projekten schaffen ein so anschauliches wie spannendes Lernerlebnis.

Machine Learning mit Tensorflow – von der Theorie zur realen Implementierung

Einen Workshop zum Tagungsmotto bot Jannik Egger von diva-e: Was genau ist Machine Learning eigentlich? Wo kommt es heute schon zum Einsatz? Wie funktioniert das überhaupt und wie kann man leicht in das Thema einsteigen? Diese und weitere Fragen, sowie ein praktischer Einstieg in die spannende Welt von Machine Learning lieferte dieser Workshop

Autonomes Fahren: Bilderkennung mit maschinellen Lernverfahren

Ebenfalls zum Tagungsmotto lieferte Ole Salscheider vom Forschungszentrum Informatik FZI  einen Workshop zum Autonomen Fahren. Das Erkennen und korrekte Klassifizieren von Objekten in Bildern ist eine große Herausforderung beim maschinellen Lernen. Im praktischen Teil des Workshops sollten die Teilnehmer die Erkennung von Straßenschildern für die Navigation des Fahrzeugs erlernen.

Teaching Arduino

Last not least, im Workshop „Teaching Arduino“ beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Programmierung eines Mikrocontrollers und lernten, wie dieser zur Vermittlung informatischer Kompetenzen genutzt werden kann. Alle notwendigen Grundlagen wurden zu Beginn des Workshops in einem Einstiegsprojekt vermittelt. Die so erlangten Kenntnisse können sogleich in weiteren kleinen Projekten angewendet werden. Workshopleiter Sven Kallet  vom GI-Beirat der Studierenden will in diesem Workshop auch dazu motivieren, in die Schulen zu gehen, um dort selbst Programmiererfahrung weiterzugeben.

Nach den Workshops schlossen sich am Nachmittag die Barcamp-Sessions an, in denen den Studierenden insbesondere von den Sponsoren praktische Probleme aus dem Arbeitsalltag von Entwicklern präsentiert wurden. Aber auch weiche Themen kamen zur Präsentation.  Studierende der DHBW Karlsruhe, die die Veranstaltung mit einem gesamten Seminar besuchten, boten einen Start-Up-Pitch und zeigten aktuelle Projekte, die in Produkte einmünden. Die Präsentationen kamen so gut an, dass die Preise für die beste Session am Ende an die Studierenden vergeben wurden.

Zum Ausklang des Devcamps freuten sich die Teilnehmenden an diesem heißen Tag über kaltes Bier und wohlschmeckende Wraps.

 

Andreas Oberweis bei der Begrüßung