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Beste Informatikdissertation im deutschsprachigen Raum: GI-Dissertationspreis für Christian Kästner

Für die beste Informatikdissertation im deutschsprachigen Raum wird in diesem Jahr Dr.-Ing. Christian Kästner ausgezeichnet, der an der Universität Magdeburg zum Thema „Virtual Separation of Concerns: Toward Preprocessors 2.0“ promoviert hat und derzeit an der Universität Marburg arbeitet.

Die Programmierung von variabler Software in Form einer Produktlinie gehört zu den großen Herausforderungen der aktuellen Softwaretechnikforschung. Dabei wird die Grundversion einer Software erstellt, die für verschiedene Produkte maßgeschneidert wird, ohne immer neue Software schreiben zu müssen. Ein Beispiel hierfür ist beispielsweise Steuerungssoftware für Heizungen oder Autos, die an verschiedene Heizungs-, bzw. Autotypen angepasst werden kann.

Herr Kästner stellt den in der Praxis weit verbreiteten Ansatz von Bedingter Kompilierung, typischerweise mit Präprozessoren, erstmals auf ein formales, wissenschaftliches Fundament, entwickelt darauf aufbauend praktisch einsetzbare Werkzeuge, evaluiert diese empirisch, widerlegt populäre Kritiken und zeigt neue Möglichkeiten und Chancen eines solchen Ansatzes auf.

Der Dissertationspreis wird jährlich gemeinsam von der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), der Schweizer Informatik Gesellschaft, der Oesterreichischen Computer Gesellschaft und dem German Chapter of the ACM vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung findet auf der GI-Jahrestagung INFORMATIK 2011 am 5. Oktober 2011 in Berlin statt.