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25 Jahre GI/ACM Regionalgruppe in Braunschweig: 180 Gäste und jede Menge Zuversicht in eine gute Zukunft

Die Zukunft hat die Menschen schon immer fasziniert – so auch die 180 Geburtstagsgäste, die das 25-jährige Bestehen der Braunschweiger Regionalgruppe der Gesellschaft für Informatik und der ACM gefeiert haben. Die Festveranstaltung im Braunschweiger Altstadtrathaus am 7. Juni bot die besondere Gelegenheit, dem bekanntesten deutschen Trend- und Zukunftsforscher, Matthias Horx, zuzuhören und mit ihm zu diskutieren. 

Horx zeigte in seinem Vortrag die großen Veränderungsfaktoren unserer Welt und konnte jede Menge Optimismus verbreiten, dass die Welt von morgen nicht schlechter, sondern besser wird. Horx' großes Thema, die Zukunft, ist auch der GI wichtig. „Die Informatik trägt eine hohe Verantwortung für die Zukunft. Sie in der Region Braunschweig zu gestalten, macht großen Spaß“, sagte Regionalgruppen-Sprecherin Anja Schaar-Goldapp. 

Für die Arbeit der Braunschweiger Regionalgruppe hatte Prof. Dr. Oliver Günther „nur Lob übrig“. Für den GI-Präsidenten und Präsidenten der Universität Potsdam ist es „sehr wichtig, funktionierende Regionalgruppen zu haben – und die Braunschweiger Gruppe ist dafür ein leuchtendes Beispiel“. Dass sie es seit 25 Jahren vorbildlich schaffe, sich gemeinsam mit Hochschulen, Industrie und Verwaltung auszutauschen, Veranstaltungen zu organisieren und den Nachwuchs zu fördern – „dafür meinen herzlichen Glückwunsch“. Er gratulierte allen Mitgliedern des Leitungsgremiums der Regionalgruppe Braunschweig. Neben der Sprecherin Anja Schaar-Goldapp sind hier Prof. Ina Schiering, Prof. Hartmut Helmke, André Richter und Prof. Susanne Steiner seit vielen Jahren aktiv. 

Auch Dr. Bernd Meier, Hauptgeschäftsführer der IHK Braunschweig, reihte sich in die Gratulanten ein – mit einer interessanten Zeitreise zurück zu den Orten Braunschweiger Highlights , die ohne die Informatik nicht möglich gewesen wären: vom Braunschweiger Commodore-Werk, in dem der C64 gebaut wurde, bis hin zum Flughafen Braunschweig, Schauplatz der ersten vollautomatischen Landung eines Flugzeugs mit GPS-Unterstützung. Dr. Meier ging mit eindrucksvollen Beispielen auf die Bedeutung der Informatik nicht nur für die Sicherheit bei Mobilitätsaufgaben ein. 

Nach vorn schaute Bestsellerautor Matthias Horx – und das mit einer genauso informativen wie auch unterhaltsamen Festrede. Er erklärte, welche Megatrends die Gegenwart prägen, was sie für unsere Gesellschaft bedeuten und wie sich die Zukunft mit diesem Wissen gestalten lässt. „Wenn man die Megatrends kennt, kann man den Wandel der Welt kategorisieren“, sagte der Gründer des Zukunftsinstituts in Kelkheim bei Frankfurt. 

Horx begreift den Wandel und selbst die Krise als Innovationstreiber und zeigte die Chancen auf, die Veränderungen mit sich bringen – etwa Wohlstand für Bevölkerungsschichten, die heute noch in Armut leben, mehr Frauen in Chefetagen und eine Arbeitswelt, die den Menschen neue Freiheiten lässt. Dem Publikum gefiel das so sehr, dass es ihn am Ende seines Vortrags mit kräftigem Applaus bedachte – für seine Zuversicht und sein Vertrauen in eine bessere Zukunft. 

Abgerundet wurde das Programm durch die Klänge des Pianisten Tizian Raschpichler und einen Sektempfang auf dem Balkon des Altstadtrathauses.

(Quelle: Stefan Henry Boysen)

von links: Prof. Dr. Oliver Günther, Dr. Bernd Meier, Anja Schaar-Goldapp und Matthias Horx (Foto: Peter Sierigk)